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Der türkische Präsident Tayyip Erdogan, hier mit Journalisten in Istanbul Der türkische Präsident Tayyip Erdogan, hier mit Journalisten in Istanbul 

Türkei: Erdogan kündigt Syrien-Gipfel an

Der Krieg in Syrien ist Thema eines multilateralen Treffens am 5. März. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte jetzt den Gipfel an, an dem auch Russland, Deutschland und Frankreich teilnehmen sollen.

Lage in Idlib

Bei der Konferenz solle es vorrangig um die Situation in der umkämpften Provinz Idlib gehen, gab Erdogan am Samstag in einer Rede bekannt. Teilnehmen wollen den Angaben nach Bundeskanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Wladimir Putin sowie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Die an die Türkei grenzende syrische Provinz Idlib gilt als letzte Hochburg teils islamistischer Aufständischer. Sie kämpfen gegen Regierungstruppen des syrischen Staatschef Assad, den Russland militärisch unterstützt. Die Türkei arbeitet dagegen mit einigen Rebellen-Gruppen zusammen. Sie hat selbst Soldaten in die Region geschickt.

Schwere humanitäre Notlage

Die Offensive der syrischen Regierungsarmee gegen die Opposition in Idlib hat mitten im Winter zu einem Flüchtlingschaos und einer humanitären Notlage geführt. Rund 900.000 Menschen sind laut UNO-Angaben seit Anfang Dezember aus der umkämpften Provinz geflohen. Viele befinden sich in der Nähe der Grenze zur Türkei.

Erdogan hatte vor Ankündigung des Gipfels „konkrete Maßnahmen“ Deutschlands und Frankreichs gefordert, um eine „humanitäre Katastrophe“ in Idlib zu verhindern. Er rief zugleich Russlands Präsidenten Putin dazu auf, die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad „in die Schranken zu weisen“.

(vatican news/diverse – pr)

23 Februar 2020, 12:05