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Eine vertriebene syrische Familie flieht in Richtung türkischer Grenze Eine vertriebene syrische Familie flieht in Richtung türkischer Grenze  (AFP or licensors)

Syrien: Tausende Kinder bei Minusgraden aus Häusern vertrieben

Der Konflikt in Idlib im Nordwesten Syriens ist weiter eskaliert. Mindestens 290.000 Kinder wurden durch due Gewalt aus ihren Häusern vertrieben. Die winterlichen Temperaturen verschärfen die Situation zusätzlich, warnte die Menschenrechtsorganisation „Save the Children“ in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

„Die humanitäre Katastrophe, vor der wir seit Jahren in Idlib gewarnt haben, findet jetzt statt. Fast ein Viertel der Bevölkerung von Idlib wurde innerhalb weniger Wochen gezwungen, bei Minusgraden aus ihren Häusern zu fliehen. 80 Prozent sind Frauen und Kinder“, berichtet Sonia Khush, Leiterin der Hilfseinsätze von Save the Children in Syrien.

Die Lager in Idlib seien von der steigenden Zahl an Neuankömmlingen überfordert. „Die Vertreibung ist erschreckend. Es ist das erste Mal seit Beginn des Konflikts, dass wir eine so große Welle sehen. Die Menschen gehen einfach weg, sie wissen nicht, wohin sie gehen werden. Manchmal enden sie bei Verwandten in Lagern oder in Zelten“, so ein Mitarbeiter von „Hurras Network“, einer Partnerorganisation von Save the Children in Idlib. „Die Kinder leben in Angst und werden aller Dinge beraubt, insbesondere der Lebensmittel. Sie verlassen auch ihre Schulen und verlieren ihr Recht auf Bildung“, so der Mitarbeiter weiter. In Idlib und Umgebung wurden inzwischen Berichten zufolge fast 280 Schulen bis auf Weiteres geschlossen. Betroffen sind davon 160.000 Kinder.

Save the Children ruft alle Parteien auf, diesen Krieg gegen Kinder zu beenden und die internationalen Menschenrechtsgesetze und humanitären Gesetze zu respektieren, die Kinder in Zeiten von Konflikten schützen sollen.

(pm – mt) 

14 Februar 2020, 12:33