Kongo: Kirchenvertreter fürchten Ausbreitung der Gewalt im Osten
Erste Familien, die an der nördlichen Grenz der Erzdiözese Bukavu leben, seien bereits geflohen, weil sie fürchten, dass die Rebellen weiter in den Süden vorstoßen, berichtet Erzbischof Rusengo dem Päpstlichen Missionswerk „Missio Österreich". Das Hilfswerk unterstützt ein Priesterseminar in der Erzdiözese Bukavu. Die Priester dort nehmen Geflüchtete in ihren Pfarrhäusern auf. Es könnten in den kommenden Tagen noch tausende mehr werden, heißt es in einer Pressemitteilung von „Missio" an diesem Donnerstag.
„Wir befürchten, dass Bukavu das nächste Ziel der Rebellen sein wird. Es wird aber auch schon verhandelt, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Wir hoffen und beten“, berichtet Abbé Charles Badesire, Rektor des Priesterseminares in Bukavu. Er wisse, dass in Goma Einige noch versuchen, Widerstand gegenüber den Rebellen zu leisten.
Von Versorgung abgeschnitten
Seine Diözese sei von Goma abgeschnitten. „Auf den Straßen gibt es kein Durchkommen, aufgrund dessen erwarten wir einen Versorgungsengpass bei Nahrungsmitteln. Die Strom- und Wasserversorgung in der Millionenstadt Goma ist weitestgehend unterbrochen." Die Päpstlichen Missionswerke rufen angesichts der Lage zu Unterstützung für die Demokratische Republik Kongo auf. Papst Franziskus hatte am Mittwoch bei seiner Generalaudienz Frieden im Kongo gefordert und sofortiges Eingreifen, um „die Konfliktsituation mit friedlichen Mitteln zu lösen.“
Die Päpstlichen Missionswerke (Missio) wirken seit 1922 in 150 Ländern der Welt. Die Werke versuchen - mit den kirchlichen Partnern vor Ort - an der Seite von Armen, Hungernden und allen besonders Notleidenden an den Rändern der Welt zu sein.
(pm - sst)
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