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Kardinal Sako Kardinal Sako  (AFP or licensors)

Irak: Heiliges Jahr als Hoffnung in einer verwundeten Welt

Kardinal Louis Raphael Sako hat bei einem Auftritt in Bagdad die zentrale Botschaft des Heiligen Jahres hervorgehoben. Es soll ein Jahr der Reinigung, der Versöhnung und der Wiederherstellung gesunder Beziehungen zu Gott und den Mitmenschen sein.

„Das Heilige Jahr ist das von Jesus verkörperte neutestamentliche Programm, und die Kirche und die Christen müssen es im Laufe der Zeit in ihrer Realität umsetzen, um Ungerechtigkeit, Armut und Krankheit zu lindern und die Freiheit und Würde der Menschen zu respektieren“, betonte der chaldäische Patriarch von Bagdad, Kardinal Louis Raphael Sako, bei einer Konferenz zum Thema „Pilger der Hoffnung“ in der irakischen Hauptstadt am 11. Januar.

Hoffnung als Leitmotiv

Das Jubiläumsjahr, das am 24. Dezember 2024 mit der Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms begann, steht ganz im Zeichen der Hoffnung. Diese, so Kardinal Sako, sei der zentrale Antrieb, um in einer „geteilten und verwundeten Welt“ voranzuschreiten. „Die Hoffnung tröstet uns und treibt alles voran, deshalb müssen wir ihre Flamme in uns am Leben erhalten und ihr Licht in die Dunkelheit bringen“, erklärte der Patriarch.

Das Heilige Jahr biete dabei eine einzigartige Gelegenheit, den Glauben zu erneuern, das Gewissen zu prüfen und die Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu heilen. „Es ist ein Jahr, das für den Selbstaufbau, die Reinigung und die Wiederherstellung einer gesunden Beziehung zu Gott und der Schöpfung offen ist“, so Sako.

Versöhnung und Engagement

Ein besonderer Schwerpunkt liege auf Versöhnung und Vergebung. Kardinal Sako rief dazu auf, dem „Antagonismus, dem Elend und dem Geist der Rache“ entgegenzutreten. Der Weg zu Frieden und Harmonie führe über Vergebung und Verhaltensänderungen. Gleichzeitig sei das Jubiläumsjahr ein privilegierter Moment, um sich in den Dienst der Bedürftigen zu stellen.

„Es ist notwendig, anderen zu helfen, sich großzügig im Dienst der Armen, Kranken und Behinderten zu engagieren“, erklärte der Patriarch. Praktische Solidarität, wie die Spende von Kleidung, Möbeln, Lebensmitteln oder Geld, sei ein essenzieller Bestandteil dieses Heiligen Jahres.

Initiativen und spirituelle Vertiefung

Die irakischen katholischen Gemeinden, sowohl im Inland als auch in der Diaspora, planen eine Vielzahl an Initiativen, um das Heilige Jahr zu feiern. Dazu gehören Katechese-Programme, Solidaritätskollekten, Gebetswachen und Pilgerfahrten zu bedeutenden Wallfahrtsorten wie Rom, Lourdes, Fatima und den chaldäischen Heiligtümern im Irak. Für die Organisation wurde eine Sonderkommission ins Leben gerufen.

Kardinal Sako empfahl den Gläubigen zudem die Lektüre der Enzyklika „Dilexit nos“ von Papst Franziskus, die sich mit der menschlichen und göttlichen Liebe des Herzens Jesu Christi befasst.

Eine Botschaft für alle

Mit der Eröffnung der Heiligen Pforten in Rom und dem Jubiläumsjahr 2025 lädt die Kirche Gläubige auf der ganzen Welt ein, die Hoffnung neu zu entdecken und ihr Leben im Zeichen von Glaube, Vergebung und Solidarität zu gestalten. „Das Gebet und das Hören auf den Heiligen Geist leiten uns in Momenten der Sünde, der Krise und der Müdigkeit“, so Sako.

(sir - mg)

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13. Januar 2025, 10:06
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