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Anglikaner-Erzbischof Justin Welby auf einem Archivbild Anglikaner-Erzbischof Justin Welby auf einem Archivbild  (REUTERS)

Anglikaner-Erzbischof Welby tritt zurück

„In Trauer mit allen Opfern und Überlebenden von Missbrauch“ hat Justin Welby seinen Rücktritt als Erzbischof von Canterbury erklärt. Seit Erscheinen eines Berichts über fehlerhaften Umgang mit Missbrauchsfällen in der vergangenen Woche war er in die Kritik geraten.

Er sei 2013 über den Fall des Missbrauchstäters John Smyth informiert worden und – da die Polizei seiner Information zufolge benachrichtigt worden sei - „fälschlicherweise“ zu der Annahme gekommen, dass eine „angemessene Lösung“ erfolgen werde, so Welby in seinem Statement, mit dem mehrere Tage andauernde Spekulationen über seinen möglichen Rücktritt beendet wurden.

Auslöser des Skandals war eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Untersuchung zu Missbrauchstaten des 2018 verstorbenen Juristen John Smyth, wobei der „Church of England“ Versäumnisse im Umgang mit dem Serientäter nachgewiesen wurden. Da keine formelle Anzeige erstattet worden war, sei Smyth bis zu seinem Tod nicht zur Rechenschaft gezogen worden und habe weitere Taten begehen können, so der darin formulierte Vorwurf.

Persönliche und institutionelle Verantwortung

„Es ist ganz klar, dass ich persönlich und institutionell die Verantwortung für die lange und traumatisierende Zeit zwischen 2013 und 2024 übernehmen muss“, räumte Justin Welby nun an diesem Dienstag ein. Es sei seine „Pflicht“, dieser „verfassungsmäßigen und kirchlichen Verantwortung“ gerecht zu werden. Der genaue Zeitpunkt seines Rückzuges hänge von der Abwicklung noch ausstehender Verpflichtungen ab, so Welby.

Er hoffe, „dass diese Entscheidung deutlich macht, wie ernst die Kirche von England die Notwendigkeit eines Wandels und unser tiefes Engagement für die Schaffung einer sichereren Kirche nimmt“, unterstreicht Welby weiter. Sein Rücktritt erfolge „in Trauer mit allen Opfern und Überlebenden von Missbrauch“.

Er selbst schäme sich schon seit langem für die „historischen Versäumnisse der Kirche von England im Bereich des Schutzes“ und habe sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt, Verbesserungen einzuführen: „Es ist Sache anderer, zu beurteilen, was getan worden ist“, so der Anglikaner.

Begegnung mit Missbrauchsbetroffenen geplant

In der Zwischenzeit werde er seiner Verpflichtung nachkommen, Missbrauchsbetroffene zu treffen und alle weiteren Verpflichtungen, die mit Fragen des Schutzes zusammenhängen, an andere delegieren, kündigte Welby an, der in seinem Statement auch für Gebet um seine Familie bittet. Er glaube, dass sein Rücktritt „im besten Interesse der Kirche von England“ sei, so Welby abschließend.

(pm – cs/pr)

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12. November 2024, 15:33
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