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43 Jahre alt - und bald Kardinal: Mykola Bychok, ukrainischer Bischof in Australien 43 Jahre alt - und bald Kardinal: Mykola Bychok, ukrainischer Bischof in Australien  

Neuer ukrainischer Kardinal: „Menschen beginnen Kriege, Gott beendet sie"

Der ukrainische Bischof in Australien Mykola Bychok, der bald Kardinal wird, hat keine Vorstellung davon, wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine enden wird. Das wisse Gott allein, sagte Bychok der Wochenzeitschrift „The Catholik Weekly“. „Menschen beginnen Kriege, Gott beendet sie“, erklärte der erst 43 Jahre alte Kirchenmann.

Bychok wird der jüngste Kardinal der katholischen Kirche und der erst achte Kardinal in der Geschichte der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Von seiner Ernennung erfuhr er, als er online Nachrichten las. Er werde „vielleicht monatelang unter Schock stehen“, sagte er der Zeitschrift. „Gott wirkt auf geheimnisvolle Weise, und der Papst tut es ebenso – unter Gottes Führung!“

Bychok wurde 2020 zum Bischof der Eparchie St. Peter und Paul in Melbourne ernannt, konnte sein Amt aber wegen der Corona- Pandemie erst ein Jahr später antreten. Seine ersten Eindrücke von Australien sammelte er bei einem vierwöchigen Quarantäneaufenthalt im Hotel.

Seine priesterliche Laufbahn begann Bychok 2005 in Sibirien, wo er in einer abgelegenen Stadt ukrainische Katholiken betreute, die in den 1950er Jahren vom sowjetischen Regime dorthin verbannt worden waren. Diese Erfahrung prägte ihn, und seine Ordensbrüder hätten gewitzelt, er habe diese schwierige Aufgabe als „Buße“ erhalten, so der Bischof in dem Interview.

Die kleine, aber stolze ukrainische Gemeinde in Australien sieht er durch seine Ernennung gestärkt. „Für unsere Eparchie ist das ein großes Zeichen. Wir sind riesig in der Fläche, aber klein in der Zahl“, sagte er.

Australien muss christliche Werte wiederentdecken - auch dank Ausländern

Auch für Australien als Ganzes sieht er seine Ernennung als „Atemzug frischer Luft“. Bychok betonte, das Land müsse „christliche Werte wiederentdecken“. Vor allem die christlichen Migranten aus Ländern wie der Ukraine, Vietnam und den Philippinen seien ein Vorbild im Glauben, so Bychok. „Ich wünsche mir, dass dieser Geist auf alle Australier übergeht.“

Der Erzbischof von Sydney, Anthony Fisher, gratulierte Bychok und rief die australischen Katholiken dazu auf, für ihn zu beten. Glückwünsche übermittelte auch der Großerzbischof der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Sviatoslav Schewtschuk, der in Kyiv ausharrt. Weder Fisher noch Schewtschuk, beides langgediente Bischöfe, gehören selbst dem Kardinalskollegium an.

Papst Franziskus nimmt Bychok am 7. Dezember zusammen mit 20 weiteren Kardinälen im Vatikan in das Kardinalskollegium auf. Kardinäle haben wichtige Beratungsfunktionen beim Heiligen Stuhl. Vor allem wählen sie aus ihrer Mitte den Papst. Der 43-jährige Ukrainer wird mutmaßlich mehrere Päpste mitwählen. 

(osv – gs)

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12. Oktober 2024, 16:44
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