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Überschwemmungen zerstörten Existenzen Überschwemmungen zerstörten Existenzen 

Sierra Leone: Tausende Obdachlose nach Überschwemmungen

10.000 Menschen sind obdachlos geworden, die Verwüstungen sind enorm. Caritas Freetown gibt eine erste Einschätzung über die Schäden, die durch die Naturkatastrophe entstanden sind. Die Regierung unternehme trotz zahlreicher Studien der Caritas nichts für langfristige Lösungen zur Prävention.

Im August verwüstete eine Reihe von Überschwemmungen 18 Gemeinden im Westen Sierra Leones. Sintflutartige Regenfälle sind zweimal innerhalb kurzer Zeit auf das Land niedergegangen. Diese hinterließen neben zahlreichen Sachschäden auch viele Tote, Verletzte und Obdachlose. 10.000 Menschen verloren ihre Häuser, welche teils im Schlamm versanken.

Gerade Schwangere, Mädchen und Kranke stünden nun ohne jegliche Unterstützung da, so Peter Konteh, Geschäftsführer von Caritas Freetown, gegenüber der Agentur Fides: „Am meisten betroffen sind die Slumbewohner, die an den Hängen wohnen“. Benötigt werden u.a. Decken, Matratzen, Kleidung, Schuhe, Waschmittel und Erste-Hilfe-Artikel. Ebenso müssten jene, die ihr Haus verloren haben, umgesiedelt werden. „Die Häuser wurden an den falschen Stellen gebaut, was den natürlichen Wasserabfluss bei Regen behindert. Es gab auch eine massive Abholzung, die das Land kahl und anfällig für Überschwemmungen gemacht hat", so Konteh.

Insbesondere eine von Caritas Freetown durchgeführte Untersuchung hatte ergeben, dass die Vororte vor allem während der Regenzeit von Müllbergen, Krankheiten und Malaria bedroht sind. Trotz zahlreicher weiterer Studien unternehme die Regierung wenig, um eine nachhaltige Lösung zu finden.

(fides - sm)

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03. September 2022, 14:17