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Papst Franziskus empfing Indiens Premierminister Narendra Modi Ende Oktober im Vatikan Papst Franziskus empfing Indiens Premierminister Narendra Modi Ende Oktober im Vatikan 

Indien: Religiöse Führer würden Papstbesuch befürworten

Religiöse Oberhäupter verschiedener Glaubensrichtungen Indiens haben das jüngste Treffen zwischen Papst Franziskus und Premierminister Narendra Modi als historisch und weiteren Ausgangspunkt zur Förderung von Geschwisterlichkeit gewürdigt. Das berichtet Ucanews diesen Dienstag. Modi, der sich anlässlich des G20-Gipfels in Rom aufhielt, hatte Franziskus am 30. Oktober getroffen und nach Indien eingeladen.

Am 22. November fand im „Press Club of India" ein Seminar zum Thema interreligiöse Begegnung statt, bei dem es auch um den möglichen Papstbesuch ging. Unter den Anwesenden waren Religionsführer, Priester, Nonnen, Laien und Journalisten.

In seiner Eröffnungsrede sagte Delhis Erzbischof Anil Joseph Couto laut Ucanews: „Vor dem Hintergrund des Treffens unseres Premierministers mit Papst Franziskus ist diese Zusammenkunft von Führern verschiedener Glaubensrichtungen von großer Bedeutung für die interreligiöse Harmonie und den Frieden sowie für den Fortschritt unserer Nation."

Delhis Erzbischof sagte demnach weiter, Indien sei mit einer Vielfalt und Pluralität von Religionen und Kulturen, Bräuchen und Traditionen, Ethnien und kulturellem Erbe gesegnet und solle weiterhin seine reiche und einzigartige Identität schützen und feiern.

Hoffnung auf Besuch „so bald wie möglich" 

Umer Ahmed Ilyasi, Imam der „All India Imam Organization", dankte Papst Franziskus dafür, dass er den indischen Premierminister mit voller Würde und Respekt empfangen habe. Der Imam sagte, das indische Volk solle „weiterhin die Geschwisterlichkeit in unserer Nation" fördern.

Goswami Sushil Ji Maharaj, nationaler Präsident des indischen Parlaments der Religionen, bezeichnete Modis Einladung an den Papst als „einen großen Schritt". Er hoffe, dass Papst Franziskus Indien „so bald wie möglich" besuchen werde. Die Einladung des indischen Premierministers werde „eine starke Botschaft senden, den Glauben des anderen zu respektieren -insbesondere an die Menschen an der Basis."

Swami Krishnanand Paramhans, ein spiritueller Führer der Hindus, pflichtete ihm bei:  „Unser Premierminister hat seinen Respekt für alle Religionen durch seinen Besuch beim Papst zum Ausdruck gebracht."

„Unser Premierminister hat seinen Respekt für alle Religionen durch seinen Besuch beim Papst zum Ausdruck gebracht“

Acharya Vivek Muni, Präsident der Internationalen Mahavir-Jain-Mission, sagte, dass die indische Kultur trotz ihrer Vielfalt die Einheit zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen bewahrt habe, während Giani Ranjit Singh, Oberpriester der Gurdwara Bangla Sahib, alle dazu aufrief, Hass durch Liebe und Gewalt durch Frieden zu ersetzen und zu lernen, alle Geschwister zu umarmen.

Frieden zwischen den Religionen

Swami Shantatmananda, das Oberhaupt der Ramakrishna-Mission in Delhi, rief zum Frieden zwischen allen Religionen auf: „Es besteht ein großer Bedarf, die Kultur der Begegnung zu pflegen. Wahre Religion bedeutet, sich um die Armen, die Witwen und die Waisen zu kümmern. Indem wir Taten der Freundlichkeit und Güte vollbringen, müssen wir zu führenden Persönlichkeiten der Welt werden."

Ein möglicher Papstbesuch in Indien wurde von Vatikanseite aus bislang nicht kommentiert und auch nicht bestätigt. 

(ucanews- sst) 

23 November 2021, 14:17