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Blick auf den Petersplatz Blick auf den Petersplatz   (@VaticanMedia)

Bischöfe aus Tschechien zum Ad-limina-Besuch in Rom

Die Bischöfe Böhmens und Mährens absolvieren diese Woche ihren turnusmäßigen Ad-limina-Besuch in Rom. Die Mitglieder der Tschechischen Bischofskonferenz tauschen sich dabei mit Papst Franziskus und den Spitzen der vatikanischen Kurienbehörden aus. Die Audienz beim Papst ist für Donnerstagvormittag geplant.

Dienstagfrüh versammelten sich die Bischöfe laut der Agentur Kathpress zur Messe in der Lateranbasilika, die am 9. November ihren Weihetag feiert. Für den Abend hat der Botschafter der Tschechischen Republik beim Heiligen Stuhl, Vaclav Kolaj, zu einem Festakt  aus Anlass des Abschlusses des Jahres der heiligen Ludmilla geladen. Bei der Feier im Päpstlichen Collegium Nepomucenum sollen auch die Geschenke vorgestellt werden, die die Bischöfe am Donnerstag dem Papst überreichen wollen. Laut Bischofskonferenz-Ankündigung handelt es sich dabei um eine Spende in Höhe von 50.000 Euro für die Hilfe für Bedürftige sowie ein neu gefertigtes Gefäß mit Reliquien der böhmischen Schutzheiligen Zdislava (um 1220-1252).

Schon am Montag beteten die Bischöfe am Grab des Apostels Petrus in der Krypta unter dem Petersdom und feierten unter der Leitung des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Jan Graubner eine Messe in der vatikanischen Basilika. Begonnen hatte die Reise zu den Apostelgräbern am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Basilika San Clemente, die auch das Grab des Slawenapostels Cyrill beherbergt. Während ihres Rombesuchs nahmen die Bischöfe auch an der Eröffnung einer Ausstellung  über zwei Opfer der kommunistischen Kirchenverfolgung, die Priester Vaclav Drbola und Jan Bula, im tschechischen Pilgerhaus Velehrad teil. Im Laufe der Woche ist zudem eine Pilgerfahrt zur Basilika der heiligen Klara in Assisi geplant. Sie soll zum  Festtag der heiligen Agnes von Böhmen am Samstag (13. November) stattfinden.

Hintergrund

Die Ad-limina-Besuche aller Bischöfe eines Landes bei Papst und vatikanischer Kurie sind etwa alle fünf Jahre vorgesehen. Dabei informieren die Bischöfe über die Lage in ihrer Heimat und besprechen mit Papst sowie Behördenmitarbeitern aktuelle oder grundlegende Fragen und Themen. Wegen der Corona-Pandemie werden die Bischöfe anders als bei ihrem bisher letzten Ad-limina-Besuch im Frühjahr 2014 nicht von Pilgern aus Tschechien begleitet.

Die Gläubigen können sich den Bischöfen jedoch in Form eines Online-Angebots anschließen, das vom Pilgerzentrum der Diözese Königgrätz (Hradec Kralove) in Zusammenarbeit mit dem Böhmisch-mährischen Fatima" erstellt wurde. Über eine Online-Videoübertragung wird dabei täglich auch Verbindung mit Rom hergestellt.

Wie es auf der Website des Pilgerzentrums heißt, soll dabei auch für alle künftigen Bischöfe in Tschechien gebetet werden. Hintergrund ist, dass in den kommenden Jahren mehrere Bischofsernennungen anstehen. Der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka, der bis 2019 auch Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz war, steht bereits im 79. Lebensjahr. Auch der Brünner Bischof Vojtech Cikrle vollendete im August sein 75. Lebensjahr; zu diesem Zeitpunkt müssen katholische Diözesanbischöfe gemäß dem Kirchenrecht ihren Amtsverzicht anbieten. Nahe an dieser Altersgrenze sind zudem der Olmützer Erzbischof Jan Graubner (73), der Bischof von Ostrava-Opava Frantisek Lobkowicz (73) und Jan Baxant (73) aus der Diözese Leitmeritz (Litomerice).

(kap - sst)

09 November 2021, 13:15