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Mariana Romero, die Tochter des mexikanischen Radiojournalisten Jacinto Romero, der nach Angaben der örtlichen Behörden von Unbekannten erschossen wurde, beugt sich über den Sarg ihres Vaters in Orizaba Mariana Romero, die Tochter des mexikanischen Radiojournalisten Jacinto Romero, der nach Angaben der örtlichen Behörden von Unbekannten erschossen wurde, beugt sich über den Sarg ihres Vaters in Orizaba 

Mexiko: Diözese verurteilt die Tötung eines Journalisten

Die mexikanische Diözese Orizaba hat die Ermordung eines Journalisten im Bundesstaat Veracruz verurteilt und erklärt, das Verbrechen bedrohe die Meinungsfreiheit. Der Radiojournalist Jacinto Romero Flores wurde am 19. August in der Stadt Ixtaczoquitlán, etwa 260 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt, erschossen.

Romero berichtete Medienberichten zufolge über Kriminalität und Politik und war wegen seiner Arbeit bedroht worden. „Die Diözese Orizaba bedauert die Ermordung des Journalisten in unserer Region“, so die Erklärung, unterzeichnet von dem Bistumssprecher, Pater Helkyn Enriquez Báez.

„Sein Tod auf diese gewalttätigste Weise bedroht das Recht auf freie Meinungsäußerung, weil die Gesellschaft ihrer Kommunikation beraubt wird“, sagte Pater Alfredo Mazahua am Wochenende bei Romeros Begräbnismesse. „Sein Leben zu nehmen betrifft die gesamte Bevölkerung und wirkt sich direkt auf alle aus. Ich fordere zum Nachdenken darüber auf, um diese Werte zu bewahren.“

Bereits der fünfte getötete Journalist in diesem Jahr

Romero ist der fünfte Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko getötet wurde. Laut Associated Press erhielt er mehrere Drohungen betreffend seiner Berichterstattung. Der östliche Bundesstaat Veracruz war in den letzten zwölf Jahren ein „Kriegsfeld“ für Journalisten, das Ergebnis des Zusammentreffens von organisierter Kriminalität und Korruption. Verbrechen gegen die Medien bleiben fast immer ungesühnt.

„Die Angriffe auf Journalisten in Mexiko gehen weiter, weil kaum jemand dafür einen Preis zahlt“, sagt Jan-Albert Hootsen, mexikanischer Vertreter des Komitees zum Schutz von Journalisten. „Journalisten wie Jacinto Romero müssen unter extrem schwierigen Bedingungen arbeiten. Sie verdienen sehr wenig Geld, müssen mit Bedrohungen von allen Seiten umgehen und genießen sehr wenig Schutz.“

(ucan – mg)

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24. August 2021, 11:29