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Ein Bild der traditionellen Wallfahrt vom vergangenen Jahr (29. Juli 2020) Ein Bild der traditionellen Wallfahrt vom vergangenen Jahr (29. Juli 2020) 

Saudi-Arabien: Auch dieses Jahr Pilgerfahrt Hadsch nur unter Auflagen

Saudi-Arabien lässt angesichts der andauernden Pandemie-Situation auch in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt Pilger zur traditionellen Hatsch-Wallfahrt zu. Teilnehmen können demnach nur vollständig geimpfte Einheimische, Muslime aus anderen Ländern müssen daheim bleiben.

Bereits im vergangenen Jahr konnten keine Muslime aus Übersee teilnehmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Der Ausschluss von Pilgern aus dem Ausland hat jedoch zu Unmut und Verärgerung unter Muslimen weltweit geführt, die in der Regel jahrelang für die Teilnahme sparen.

In diesem Jahr sind nun 60.000 einheimische Teilnehmer erlaubt, deutlich mehr als 2020, doch immer noch wesentlich weniger als zu normalen Zeiten. Im Jahr 2019 nahmen etwa 2,5 Millionen Muslime aus der ganzen Welt am jährlichen Hadsch teil - eine wichtige Säule des Islam, die mündige Muslime mindestens einmal im Leben absolvieren müssen. Die Pilger werden ab dem 17. Juli anreisen, einen Tag vor Beginn der Riten. 

Auswahl per Online-Bewerbungssystem

Anfang Juli teilte das Hadsch-Ministerium mit, dass es angesichts der Pandemie und des Auftretens neuer Varianten an „höchsten Gesundheitsvorkehrungen“ arbeite. Insgesamt 558.000 Muslime hatten sich in einem Online-Überprüfungssystem um eine Teilnahme beworben. Aus ihnen wurden 60.000 Teilnehmer ausgewählt, die vollständig geimpft, zwischen 18-65 Jahren alt sind und keine chronischen Krankheiten haben, hieß es.

Die Behörden haben schwarz-weiße Roboter eingesetzt, die Flaschen mit heiligem Wasser ausgeben. Die Pilgerfahrt, bei der sich normalerweise große Menschenmengen in überfüllten religiösen Stätten versammeln, gilt als potenzieller Beschleuniger für eine Verbreitung des Virus.

Unterstützung durch Technologie

Neben strikten sozialen Distanzierungsmaßnahmen will das Ministerium eine „Hadsch-Karte“ einführen, die den berührungslosen Zugang zu Camps, Hotels und Bussen ermöglicht, mit denen die Pilger zu den religiösen Stätten gefahren werden. Das Kartensystem würde auch dabei helfen, vermisste Pilger aufzuspüren, hieß es weiter.

Saudi-Arabien hat bisher mehr als 503.000 Coronavirus-Infektionen registriert, darunter über 8.000 Todesfälle. Mehr als 20 Millionen Impfstoffdosen gegen das Coronavirus wurden in dem Land mit über 34 Millionen Einwohnern verabreicht.

(ucanews - cs)

16 Juli 2021, 11:02