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Russland: Hilarion engagiert sich für Impfung

Der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), tritt in der Öffentlichkeit engagiert für die Corona-Impfung ein. Dafür wird er in Russland teilweise heftig kritisiert.

Hilarion nennt es eine „Sünde“, sich nicht impfen zu lassen. Die Sünde ergebe sich daraus, dass man nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Mitmenschen Verantwortung trage.

Das soziale Netzwerk Instagram sperrte den Account des Metropoliten, weil sich Impfgegner heftig über seine Postings beschwert hatten. „Aber ich werde meinen Standpunkt trotzdem äußern, denn es geht um die Rettung von Leben“, so Hilarion.

„Generalmobilmachung“ gegen Corona

Hilarion hat rund 52.000 Follower auf Instagram. Erst am Montag hatte er dem TV-Sender Rossiya-24 mitgeteilt, dass sich immer mehr Gläubige mit schlechtem Gewissen bei ihm meldeten, weil sie sich nicht zur Impfung angemeldet hätten.

In seiner wöchentlichen TV-Sendung „Kirche und Welt“ rief der Metropolit vor Kurzem zur „Generalmobilmachung“ gegen Corona auf. Er unterstützte die Moskauer Behörden, die anordneten, dass in der Hauptstadt mindestens 60 Prozent der Angestellten in Dienstleistungsbetrieben geimpft werden müssen.

Hilarion ist in der Kirchenhierarchie nach Patriarch Kyrill die Nummer Zwei in der russisch-orthodoxen Kirche. Bisher haben Verantwortliche der Kirche in der Regel die Freiwilligkeit von Impfungen betont.

(kap – sk)
 

10 Juli 2021, 11:39