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Ortodoxe Liturgie in Moskau Ortodoxe Liturgie in Moskau  (ANSA)

Moskau: Großer Besucherandrang in neuer Armeekathedrale

Vor rund einem Jahr wurde die neue Armeekathedrale im „patriotischen" Themenpark in Kubinka unweit von Moskau eingeweiht. Seither wurde die Hauptkirche der russischen Streitkräfte, die zugleich die drittgrößte Kathedrale Russlands ist, von rund 1,5 Millionen Menschen aufgesucht.

Das gab der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu bekannt. Er äußerte sich am Wochenende im Rahmen eines Festgottesdienstes zum einjährigen Bestehen der Kirche. Die Kathedrale sei damit eine der meistbesuchten Kirchen des Landes, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete. Der Liturgie stand Patriarch Kyrill vor, das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche.

Die Kirche war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, als darüber debattiert wurde, ob es im Gotteshaus auch ein Stalin-Portrait geben soll. Schließlich entschied man sich nach hitzigen Diskussionen dagegen. Auch von einem Putin-Portrait wurde nach Diskussionen abgesehen.

Weihe nachgeholt

Die Weihe der Kirche fand am 14. Juni 2020 statt, kurz darauf wurde die Kirche für die Gläubigen geöffnet. Eigentlich hätte die Weihe schon zum 75. Jahrestag des Sieges über NS-Deutschland (9. Mai) stattfinden sollen, das war aber coronabedingt nicht möglich.

Die Grundsteinlegung der Kathedrale erfolgte im September 2018 durch Patriarch Kyrill I. und Präsident Putin. Das Gotteshaus mit einer fast 100 Meter hohen goldenen Hauptkuppel bietet nach offiziellen Angaben rund 6.000 Menschen Platz. Zur Kathedrale wurde eine „Straße der Erinnerung" angelegt. Sie ist 1.418 Meter lang; so viele Tage dauerte es vom deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 bis zum siegreichen Ende des „Großen Vaterländischen Krieges" im Mai 1945. Auf diesem Weg sollen Besucher an multimedialen Monitoren die Namen und Fotos aller 33 Millionen sowjetischen Soldaten abrufen können, die im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben.

(kap – gs)

16 Juni 2021, 12:34