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Corona-Patient auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in San Salvador. Im Januar 2021 verzeichnete El Salvador einen Anstieg der Infektionen um 19,4 Prozent Corona-Patient auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in San Salvador. Im Januar 2021 verzeichnete El Salvador einen Anstieg der Infektionen um 19,4 Prozent  (ANSA)

El Salvador: Kardinal mahnt Respekt der Corona-Regeln an

Kardinal Gregorio Rosa Chávez, Weihbischof in El Salvadors Hauptstadt San Salvador, hat mit Blick auf ein Gesetz zur Eindämmung des neuen Coronavirus geringe Bereitschaft zur Umsetzung bemängelt. Die anhaltenden Spannungen zwischen Legislative und Exekutive bereiteten ihm Sorge, sagte er Journalisten am Wochenende.

„Es ist ein ständiges Tauziehen zwischen zwei Staatsgewalten, die aufgerufen sind, zusammenzuarbeiten, gemeinsam das Beste für das Land zu suchen, was nicht geschehen ist, und dieses Gesetz ist ein Beispiel dafür. Es wird verabschiedet, es wird veröffentlicht, der Weg ist bereitet, aber es gibt nicht wirklich den Willen, ihn als Grundlage zu nehmen", sagte der Kardinal. Ohne den Willen zur Zusammenarbeit werde es weiter Spannungen und Konflikte geben, „die zu Traurigkeit, Gleichgültigkeit und auch Frustration führen“, zeigte sich der Kirchenmann überzeugt.

Es sei bereits schwierig gewesen, das Gesetz zur Eindämmung der Pandemie zu verabschieden. Nun scheine es auch noch, als werde das Fehlen einer praktischen Gesetzgebung ausgenutzt, dieses Gesetz nicht durchzusetzen.

„permanente Konfrontation zwischen den Gewalten des Staates, insbesondere zwischen der Exekutive und der Legislative.“

Es ist nicht das erste Mal, dass der Kardinal das Verhalten der Staatsgewalt kritisiert: Bereits in seiner Botschaft zum Jahreswechsel hatte er erklärt: „In diesem dramatischen Klima des Leidens wegen der Pandemie ist die Realität auf der Ebene der politischen Macht zu beklagen: dort herrscht eine permanente Konfrontation zwischen den Gewalten des Staates, insbesondere zwischen der Exekutive und der Legislative.“ Dialog sei unmöglich, es gebe stattdessen Beleidigungen und gegenseitige Diskreditierungen. Die Folge: großes Leiden für diejenigen, die ein geeintes Land ersehnen. Die Menschen erwarteten sich von den Führern des Landes eine andere Haltung, mahnte der Kardinal schon damals. 

(fides - sst)

03 Februar 2021, 14:01