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Vor einem Jahr: 47. Marsch für das Leben am 24. Januar 2020 in Washington Vor einem Jahr: 47. Marsch für das Leben am 24. Januar 2020 in Washington 

USA: Bischof ruft zum virtuellen „March for Life“ auf

Der Vorsitzende des Lebensschutz-Ausschusses der US-Bischofskonferenz (USCCB), Erzbischof Joseph Naumann, bittet die Katholiken um rege Beteiligung am traditionellen „March for Life“ am 29. Januar. Wegen der Pandemie findet der Marsch, der sich insbesondere gegen Abtreibung richtet, virtuell statt.

Laut „Catholic News Agency“ lobte Naumann im Namen seiner Bischofskollegen die Organisatoren für ihre Entscheidung, den Marsch von der Straße ins Netz zu verlegen. Als Grund dafür gaben die Veranstalter neben der gesundheitlichen Gefährdung der Teilnehmer durch Covid-19 auch die angespannte Sicherheitslage nach dem gewaltsamen Protest von Trump-Anhängern im Kongress am 6. Januar an.

Der „March for Life“ ist eine seit 1974 jährlich stattfindende Demonstration von Abtreibungsgegnern in Washington. Anlass ist der Jahrestag der Entscheidung des Obersten Gerichts der Vereinigten Staaten im Fall „Roe vs. Wade“ vom 22. Januar 1973. In dem Grundsatzurteil erklärten die Richter Schwangerschaftsabbrüche zur Privatangelegenheit. Ziel des Marsches ist es seitdem, diese Entscheidung rückgängig zu machen.

(kap/kna – mg)

23 Januar 2021, 11:33