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Bei den 300-Jahr-Feiern der Diözese Belém im Jahr 2019 (Archivbild) Bei den 300-Jahr-Feiern der Diözese Belém im Jahr 2019 (Archivbild) 

Brasilien: Bischof weist Missbrauchsvorwürfe zurück

Der Erzbischof von Belém im Amazonas weist Vorwürfe zurück, er habe Seminaristen missbraucht. Für eine Zusammenarbeit mit den Ermittlern stehe er jederzeit zur Verfügung, ließ Erzbischof Alberto Taveira Correa über seinen Anwalt bekanntmachen.

Polizeiliche Ermittlungen 

Man werde im Laufe der Ermittlungen beweisen, dass die Ex-Seminaristen zu einer Gruppe von Personen gehörten, die dem Erzbischof schaden wollten, entgegnete der Anwalt von Taveira Correa, Roberto Lauria, im TV-Sender Globo. Er wies sämtliche Vorwürfe als unwahr zurück und bekräftigte, der Erzbischof stehe den Behörden jederzeit für eine Befragung zur Verfügung. Bischof Taveira Correa ist von den Ermittlern offenbar noch nicht selbst befragt worden.

Anschuldigungen beziehen sich auf Zeitraum 2010-2014

Brasilianische Medien hatten am Sonntagabend berichtet, die Polizei ermittele gegen den Erzbischof wegen sexuellen Missbrauchs. Hintergrund der Vorwürfe sind durch vier ehemalige Seminaristen erhobene Anschuldigungen gegen Taveira Correa, er habe sie zwischen 2010 und 2014 missbraucht. Die Taten sollen sich demnach im Haus des Erzbischofs und in einer Kirche ereignet haben. Die Seminaristen waren damals zwischen 15 und 20 Jahre alt. Den Berichten zufolge haben sie sich im August 2020 an die Polizei in Belém gewandt. Die Ermittlungen liefen seitdem unter Geheimhaltung.

Seit 2010 Erzbischof von Belém

Der heute 70-jährige Alberto Taveira Correa ist seit 2010 Erzbischof von Belém, einer im Amazonasgebiet gelegenen Millionenstadt in Nordbrasilien. Zuvor war er der erste Bischof der 1996 gegründeten Diözese von Palmas im Gliedstaat Tocantins. Bei der Amazonien-Synode im Vatikan im Oktober 2019 war Erbischof Taveira Correa als Moderator einer der portugiesischsprachigen Sprachgruppen in Erscheinung getreten.


(kna/vatican news – pr)

 

04 Januar 2021, 10:51