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Trauer in Nizza nach dem Attentat Trauer in Nizza nach dem Attentat 

Frankreich: Gedenkgottesdienst für Opfer des Attentats von Nizza

Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Eric de Moulins-Beaufort, hat am Freitagabend in seiner Bischofsstadt Reims einen Gedenkgottesdienst für die Opfer des Terrorangriffs von Nizza gefeiert. Nach dem tragischen Anschlag in Nizza führten der französische Präsident Emmanuel Macron und Papst Franziskus ein Telefongespräch.

Erzbischof de Moulins-Beaufort erinnerte bei der Messe an den wenige Tage zuvor in einem Pariser Vorort ermordeten Lehrer Samuel Paty sowie an den Priester Jaques Hamel, der 2016 bei einem Anschlag von zwei Islamisten brutal getötet wurde. Zugleich dankte der Erzbischof den Sicherheitskräften für ihr beherztes Eingreifen in Nizza.

Am Donnerstagmorgen hatte ein islamistischer Attentäter in der Basilika Notre-Dame in Nizza mehrere Personen angegriffen. Drei Menschen wurden getötet und sechs weitere verletzt. Der Angreifer selbst, ein junger Migrant aus Tunesien, wurde von Polizisten außer Gefecht gesetzt und liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Zu Beginn des Gottesdienstes in Reims hatte der Regionalvorsitzende des Französischen Islamrats, Anouar Alami, den Anschlag in Nizza scharf verurteilt. „Lassen wir nicht zu, dass der Terrorismus Hass sät“, mahnte er. Man stehe an der Seite der Christen und weise jede Form von Gewalt zurück. „Sie können auf uns zählen“, betonte Alami, dessen Ansprache die Anwesenden mit Applaus bedachten.

(kna/vatican news - mg)

31 Oktober 2020, 13:22