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Die katholische Kirche in Belgien sammelt zum Weltmissionssonntag für Waisenkinder in Liberia Die katholische Kirche in Belgien sammelt zum Weltmissionssonntag für Waisenkinder in Liberia  (ANSA)

Belgien: Sammlung zum Weltmissionssonntag geht nach Afrika

Waisenkinder im westafrikanischen Liberia will die belgische Kirche anlässlich des Weltmissionssonntags am 18. Oktober besonders unterstützen. Das Land habe Tragödien erlebt, die es „wahrscheinlich mehr als viele andere spüren lässt, wie wichtig Solidarität und Glaubensstärke sind”, erklärte das katholische Hilfswerk Missio Belgien.

Von 1989 bis 1997 und von 1999 bis 2003 litt Liberia unter blutigen Bürgergkriegen, erinnert Missio Belgien. Danach kam die Ebola-Epidemie, die das Land in extreme Armut stürzte und sich auch negativ auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirkte. Besonders Kinder sind laut dem katholischen Hilfswerk von Armut betroffen; die Zahl der Waisen sei hoch. Daher sollen die Sammlungen vom Missionssonntag in den belgischen Kirchen Waisenhäusern in der liberianischen Diözese Gbarnga zu Gute kommen. Die Region war 2014 und 2015 besonders von der Ebola-Epidemie getroffen worden; zahlreiche Kinder dort müssen ohne ihre Eltern aufwachsen. Der Staat kümmert sich laut Missio nicht um sie und die örtliche Bevölkerung habe aufgrund ihrer eigenen Armut keine Hilfsmittel.

„Die Völker brauchen daher lebenswichtige Unterstützung, sowohl auf materieller als auch auf spiritueller Ebene, etwa durch Vergebung, Versöhnung und geistliche Begleitung.“

„Die Völker brauchen daher lebenswichtige Unterstützung, sowohl auf materieller als auch auf spiritueller Ebene, etwa durch Vergebung, Versöhnung und geistliche Begleitung“, so Missio.

Diözese betreibt acht Waisenhäuser

 

Die Diözese Gbarnga betreibt acht Waisenhäuser und versorgt die Kinder dort mit Lebensmitteln, Kleidern, Medikamenten  und Bildung, so gut es unter den örtlichen Bedingungen geht. Die Kinder sollen sich geborgen wie in einer Familie fühlen. Da viele Kinder traumatisiert sind, gibt es auch psychologische Hilfe. Die Diözese tue, was sie könne, sei allein jedoch nicht in der Lage, angemessen zu helfen. Daher bittet die katholische Kirche in Belgien zum Missionssonntag um Spenden für die Waisenhäuser in der westafrikanischen Diözese Gbarnga.

Der Sonntag der Weltmission

Der Weltmissionssonntag 2020 fällt dieses Jahr auf den 18. Oktober. In einigen Ländern, darunter auch Deutschland, wird er jedoch am darauffolgenden Sonntag begangen. Die Gelder,  die beim Weltmissionssonntag der Katholiken in allen Ländern der Welt gesammelt werden, sind für die vielfältigen Aufgaben der Mission in den ärmsten Diözesen der Welt bestimmt. Das Motto lautet dieses Jahr: „Hier bin ich, sende mich“ (Jes 6,8).

Papst Franziskus hat in seinem Schreiben zum Sonntag der Weltmission auch die Coronavirus-Pandemie aufgegriffen. „Verstehen, was Gott uns in diesen Zeiten der Pandemie sagen will, wird zu einer Herausforderung auch für die Mission der Kirche. Die Krankheit, das Leiden, die Angst, die Isolation richten Anfragen an uns. Die Armut desjenigen, der allein stirbt, der sich selbst überlassen ist, der die Arbeit und den Lohn verliert, der kein zu Hause und nichts zu essen hat, werfen Fragen auf.“ Der Papst erinnert auch daran, dass der Weltmissionstag die missionarische Arbeit der Päpstlichen Missionswerke unterstützen soll, „um den geistlichen und materiellen Bedürfnissen der Völker und der Kirchen auf der ganzen Welt zum Heile aller nachzukommen“.

(vatican news/pm – sst) 

17 Oktober 2020, 11:36