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Kardinal Tagle Kardinal Tagle  (AFP or licensors)

Kardinal Tagle: „Missionsmonat ist Einladung, auf Gottes Ruf zu hören“

Der Monat Oktober steht im Zeichen der Missionstätigkeiten. Daran hat in einem Interview der philippinische Kurienkardinal Antonio Tagle erinnert. Tagle wurde Ende 2019 von Papst Franziskus zum Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker ernannt.

„Der Missionsmonat ist eine Einladung, auf Gottes Ruf, die Stimme der Armen und den Schrei der Erde zu hören. Dieses ,Hier bin ich´ ist in der Tat eine Antwort, die durch Zuhören erzeugt wird.“ So kommentiert Kardinal Luis Antonio Tagle das Motto des diesjährigen Weltmissionsonntags: „Hier bin ich, sende mich“  . Tagle äußerte sich in einem ausführlichen Interview mit der Zeitschrift „Popoli e Missione “.

Aus verschiedenen Diözesen in Afrika, Asien und Lateinamerika gebe es Berichte über Schwierigkeiten wegen der derzeitigen Coronavirus-Pandemie. Viele Gemeinden hätten jegliche pastorale Tätigkeit einstellen müssen, viele Kirchen seien geschlossen, karitative und pädagogische Aktivitäten wurden gebremst, so Kardinal Tagle. Er nennt konkret Schulen, Waisenhäuser und Nahrungsmittelhilfe als Problemfelder.

Notfallfonds vom Papst

Deshalb wurde der von Papst Franziskus eingerichtete Notfallfonds zur Unterstützung der Kirchen der Missionsländer angesichts der Pandemie den Päpstlichen Missionswerken anvertraut, erinnert Kardinal Tagle. Seit einigen Monaten steht der philippinische Geistliche an der Spitze der Kongregation für die Evangelisierung der Völker.

„Solange wir der Covid-Problematik gegenüberstehen, darf unsere Wachsamkeit gegenüber Kriegen, Hunger, Krankheiten und den großen Ungerechtigkeiten, die es vorher gab und immer noch gibt, nicht nachlassen.“

In dem Interview sagt Kardinal Tagle: „Solange wir der Covid-Problematik gegenüberstehen, darf unsere Wachsamkeit gegenüber Kriegen, Hunger, Krankheiten und den großen Ungerechtigkeiten, die es vorher gab und immer noch gibt, nicht nachlassen. Es genügt zu sagen, dass es möglicherweise an Mitteln für Masken, Behandlung oder Vorbeugung von Ansteckungen mangelt, während viele Regierungen diese Mittel stattdessen für Waffen ausgeben.“

(vatican news - mg)

06 Oktober 2020, 07:29