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Studenten aus Ghana Studenten aus Ghana  (AFP or licensors)

Ghana: Bischöfe rufen nach Studentenunruhen zu Besonnenheit auf

Schüler des Landes zerstören die Klassenzimmer, greifen Institutionen und die Presse verbal an und prangern die übermäßige Strenge der Lehrer während der Prüfungen an: das ist in Ghana dieser Tage auf verbreitenen Videoaufnahmen zu sehen. Bei den Zusammenstößen wurden einige Menschen verletzt. Die Bischöfe bezeichneten diese Situation als „entmutigend“.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Landes, Bischof Philip Naameh, bezeichnete die Demonstrationen als „mangelnden Respekt vor den Behörden“. Daher forderte er im Namen der Bischöfen die Studenten auf, insbesondere diejenigen im letzten Studienjahr, die die Abschlussprüfungen für das Diplom ablegen müssten, „ruhig zu bleiben und sich auf ihr Studium zu konzentrieren, anstatt zu versuchen, die Prüfungsanträge im Voraus zu finden“. „Es gibt keine Abkürzungen zum Erfolg, sondern nur harte Arbeit und Disziplin“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz. Dazu sei es notwendig, „auf jede Form von Anarchie und Verachtung der Obrigkeit zu verzichten“.

Ein weiterer Appell wurde an „alle Hauptakteure im Bildungssektor und an die Kräfte von Recht und Ordnung“ gerichtet, damit „zur Abschreckung vor anderen ähnlichen Vorfällen die Schuldigen gemäß den Schulvorschriften und nationalen Gesetzen denunziert werden“. Gleichzeitig fordert die Bischofskonferenz die Erwachsenen auf, „jungen Menschen mit gutem Beispiel voranzugehen, anstatt sie zu Handlungen zu ermutigen, die ihr Leben und das Leben anderer gefährden“. „Die Geißel der Gewalt dringt allmählich in unsere Gesellschaft ein und dies sollte für alle Männer und Frauen des Friedens guten Willens ein großes Anliegen sein“, das so bald wie möglich angegangen werden sollte.

In der Zwischenzeit hat die Leitung des Nationalen Bildungsdienstes die Suspendierung von 14 Schülern „wegen Disziplinlosigkeit bei den Prüfungen“ angekündigt, während alle Schüler, die die dem Vandalismus ausgesetzten Schulen besuchen, „für die begangenen Schäden entschädigt werden müssen“.

(vatican news –mg)

10 August 2020, 13:42