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Vatican News
Nigerianische Frauen gegen Vergewaltigung Nigerianische Frauen gegen Vergewaltigung  (ANSA)

Nigerias Bischöfe: „Vergewaltigung ist eine zutiefst böse Tat“

„Die Heilige Schrift und die Kirche haben im Laufe der Jahrhunderte jede sexuelle Perversion, einschließlich Vergewaltigung, verurteilt“, erinnerten die Bischöfe angesichts zunehmender Vergewaltigungsdelikte in dem Land. Vergewaltigung schade „zutiefst dem Respekt, der Freiheit, der physischen und moralischen Integrität des Opfers“.

Vergewaltigung füge dem Opfer schweren Schaden zu, „manchmal lebenslang“. Vergewaltigung sei deshalb „eine von Natur aus zutiefst böse Tat, die noch schwerwiegender und verurteilungswürdiger ist, wenn sie Kindern von ihren Eltern (Inzest) oder von denjenigen zugefügt wird, die in irgendeiner Form Autorität über sie ausüben“, schreiben die Bischöfe. Insbesondere gelte dies gegenüber jenen, die für ihre Erziehung verantwortlich seien. Der Erzbischof der Kirchenprovinz von Lagos, Alfred Adewale Martins, verurteilte die Welle sexueller Gewalt in Nigeria in einer Erklärung, die kürzlich in Lagos veröffentlicht und in seinem Namen vom Direktor für soziale Kommunikation der Erzdiözese, P. Anthony Godonu, mitunterzeichnet wurde.

Erzbischof Martins betonte, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Gewalt gegen Frauen und Kinder zu stoppen, und forderte die Verantwortung aller: „Eltern, religiöse Körperschaften und Nichtregierungsorganisationen müssen den Kindern dringend Respekt vor den Frauen beibringen; die betroffenen Regierungsbehörden müssen auf Inhalte achten, die Mädchen in Musikvideos sexualisieren, und müssen strengere Beschränkungen für pornographisches Material auferlegen, das im Internet so leicht zugänglich ist.“

Gerechtigkeit walten lassen

Er fügte hinzu: „Jeder Mensch muss sich auch der verbreiteten Ansicht widersetzen, dass Menschen jeden Wunsch oder Trend befriedigen müssen, indem sie so tun, als wären wir minderwertige Tiere, die keine Kontrolle über ihre Wünsche und Bedürfnisse haben. Jeder muss Gerechtigkeit für Vergewaltigungsopfer und die härteste mögliche Bestrafung für Vergewaltiger fordern.“

Der Erzbischof forderte die nigerianische Polizei auf, Vergewaltigungsopfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Gesundheitspersonal, mit anderen einschlägigen Berufsverbänden zusammenzuarbeiten, um Vergewaltigungsopfern die notwendige Unterstützung und Beratung zu gewähren, damit sie das Trauma überwinden können.

Die Note, in der Bischof Martins die sexuelle Gewalt verurteilt, folgt auf eine Rede vom 21. Juni, in der Ignatius Ayau Kaigama, Erzbischof von Abuja, die starke Zunahme von Vergewaltigungsdelikten im Land beklagt hatte.

(fides - mg)

11 Juli 2020, 12:23