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Ein jüngst für die umkämpfte Region Idlib vereinbarter Waffenstillstand scheint vorerst zu halten Ein jüngst für die umkämpfte Region Idlib vereinbarter Waffenstillstand scheint vorerst zu halten  (AFP or licensors)

Syrien: Jesuiten fordern endlich Frieden

Zum 9. Jahrestag des Kriegs in Syrien hat der Jesuitenflüchtlingsdienst JRS erneut dazu aufgerufen, „sofort sämtliche Feindseligkeiten einzustellen und die Zivilbevölkerung zu schützen“. Die Waffenruhe in Idlib scheint zu halten.

Der Jesuitenflüchtlingsdienst sei „zutiefst besorgt über die Einleitung neuer Feindseligkeiten in Syrien und die Auswirkungen, die dies auf die Menschen haben wird",  zitiert Vatican News aus einer Presseerklärung vom Wochenende. Der Orden mahnte demnach politische Entscheidungsträger, „die Auswirkungen der Entscheidungen auf das syrische Volk, das bereits lange gelitten hat, zu bedenken". Der Jesuitenflüchtlingsdienst rief alle Menschen guten Willens auf, „sich an der Arbeit für Frieden und Versöhnung in Syrien zu beteiligen".

„an der Arbeit für Frieden und Versöhnung in Syrien beteiligen“

Waffenruhe um Idlib

Unterdessen hält eine für die umkämpfte syrische Region Idlib vereinbarte Waffenruhe bisher laut Medienberichten weitestgehend. Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Regierung, die Türkei steht an der Seite der Rebellen.

Zum neunten Jahrestags des Kriegsbeginns in Syrien am 15. März hatten auch Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien die Führung in Damaskus aufgefordert, das „rücksichtslose Töten“ im Land zu beenden. Die Staaten erinnerten in ihrer Erklärung daran, dass in dem neun Jahre andauernden Krieg mehr als 500.000 Syrer getötet und elf Millionen Menschen vertrieben wurden. 

Merkel, Macron und Erdogan beraten

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte diesen Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron per Video über den Syrien-Konflikt und seine Folgen beraten.

JRS

Der Jesuitenflüchtlingsdienst JRS ist laut eigener Angabe seit 2011 in Syrien und dem Nahen Osten aktiv, um Flüchtlingen in Not zu helfen und sicherte weitere Unterstützung zu: „Wir werden die Flüchtlinge aus der Region weiter begleiten, etwa mit psycho-sozialen Diensten, Ausbildungsmöglichkeiten, Anleitung zur eigenen Sicherung des Lebensunterhalts und Nothilfe“, kündigten die Jesuiten an.

(vatican news/diverse - sst)

 

17 März 2020, 11:51