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(Symbolfoto) (Symbolfoto)  (AFP or licensors)

Nordirland: Katholiken übernehmen protestantische Kirche

Aus einer nordirischen presbyterianischen Kirche wird jetzt eine katholische. Nachdem das Gotteshaus im vergangenen Jahr nach 133 Jahren schließen musste, siedelt sich dort das katholische „Institut Christus König und Hoherpriester“ an.

Wie der „Belfast Telegraph“ am Mittwoch berichtete, musste die Fortwilliam and Macrory Presbyterian Church auf der Antrim Road Ende 2018 nach 133 Jahren aus Mangel an Mitgliedern schließen.

Mit Erlaubnis des katholischen Ortsbischofs Noel Treanor siedelten sich dort nun Mitglieder des noch jungen Instituts Christus König und Hoherpriester an, die das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert erwarben. Nordirlands Hauptstadt ist ein konfessionell sensibles Gebiet.

Gebet und Liturgie in der außerordentlichen Form

Das Institut Christus König und Hoherpriester (Institutum Christi Regis Summi Sacerdotis) ist eine Gesellschaft päpstlichen Rechts. Es wurde 1990 als Gemeinschaft von Säkularkanonikern in Gabun gegründet; bald darauf wurde das Mutterhaus nach Gricigliano bei Florenz verlegt. Papst Benedikt XVI. verlieh der Gemeinschaft 2008 die kirchenrechtliche Stellung einer Gesellschaft apostolischen Lebens.

Dem Institut gehören derzeit weltweit rund 115 Priester, etwa 50 Schwestern und 90 Seminaristen an. Die Mitglieder leben in Gemeinschaft und feiern das Stundengebet in lateinischer Sprache. Sie folgen der außerordentlichen Form des traditionellen vorkonziliaren Messritus von 1962. Diese hatte Benedikt XVI. 2007 wieder zugelassen.

(kna – tg)

17 Oktober 2019, 13:13