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Indiens Premierminister Narendra Modi Indiens Premierminister Narendra Modi  (AFP or licensors)

Indien: Regierung verstärkt Kontrolle von Freiwilligendiensten

Die Pro-Hindu-Regierung kündigte am 16. September eine Gesetzesänderung an, die Freiwilligenorganisationen vor allem in Bezug auf ausländische Gelder größere Beschränkungen auferlegt. Christliche Organisationen befürchten eine weitere Einschränkung der Religionsfreiheit.

Die neuen Regeln verpflichten alle Hauptfunktionäre von Freiwilligengruppen, eidesstattliche Erklärungen zu unterzeichnen, dass sie nicht wegen erzwungener religiöser Bekehrung oder der Erregung gemeinschaftlicher Spannungen verfolgt oder verurteilt wurden. Außerdem müsse man nun bestätigen, sich nicht an „Aufruhr“ zu beteiligen sowie detaillierter über die Verwendung ausländischer Gelder berichten. Bisher mussten nur die Leiter von Organisationen eine solche eidesstattliche Erklärung abgeben, jetzt alle Amtsträger.

Wie ucanews berichtet, befürchten christliche Organisationen dadurch eine weitere Einschränkung der Religionsfreiheit. Die Regierung von Premierminister Narendra Modi, seit 2014 an der Macht, verschärft zunehmend die Maßnahmen zur Registrierung und Finanzberichterstattung. Im Jahr 2012 hatte Indien 43.527 Freiwilligenorganisationen, die berechtigt waren, ausländische Gelder zu erhalten. 2018 wurden aber rund 20.000 Lizenzen wegen verschiedener angeblicher Verstöße gekündigt. Die Regierung unterstellt christlichen Organisationen, religiöse Bekehrungen zu erzwingen.

Hindus stellen 966 Millionen (80 Prozent) der indischen Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen. Es gibt 172 Millionen (14 Prozent) Muslime, 29 Millionen (2,3 Prozent) sind Christen.

(ucanews – tg)

21 September 2019, 12:23