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Von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen in dem Haus, in dem der Almosenmeister den Strom wieder einschaltete Von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen in dem Haus, in dem der Almosenmeister den Strom wieder einschaltete  (AFP or licensors)

Stromversorger reicht Beschwerde gegen Kardinal Krajewski ein

Die Aktion des päpstlichen Almosenmeisters, der ca. 400 Menschen in einem besetzten Haus in Rom den Strom wieder einschaltete, hat ein Nachspiel: Der Stromversorger Acea reichte bei der Staatsanwaltschaft Rom Beschwerde ein.

Wie die römische Zeitung „Il Messaggero“ schreibt, richtet sich das Schriftstück des Energieunternehmens gegen Unbekannt, obwohl Kardinal Konrad Krajewski die volle Verantwortung für die Aktion übernommen hatte.

Der päpstliche Almosenmeister war am 11. Mai in das besetzte Haus gegangen, in dem mehr als 400 Menschen seit Tagen ohne Strom lebten, hatte die Sicherungsplomben am gesperrten Verteiler gelöst und die Versorgung wiederhergestellt. Acea hatte zuvor den Strom wegen unbezahlter Rechnungen in der Höhe von 300.000 Euro gekappt.

Beschwerde gegen Unbekannt

Als nächster Schritt werde voraussichtlich die Eintragung von Kardinal Krajewski in das Verdachtsregister erfolgen, schreibt die Zeitung. In der Beschwerde gegen Unbekannt ist von schwerem Diebstahl von Elektrizität die Rede. Außerdem habe ein Sicherheitsrisiko bestanden, weil die Wiederherstellung der Stromversorgung unsachgemäß erfolgte, machte Acea geltend. 

(messaggero/vatican news - gs)

22 Mai 2019, 12:20