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Seltene Einigkeit: die Außenminister von Iran und Irak Seltene Einigkeit: die Außenminister von Iran und Irak  (AFP or licensors)

Irak warnt vor einem Krieg des Westens mit Iran

Die irakische Regierung sieht die wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran mit großer Sorge. Sie warnt vor einem Krieg und versucht zu vermitteln.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif führte am Sonntag Gespräche in Bagdad. Dabei sind sich die früheren Rivalen und Kriegsgegner Iran und Irak einig in der Sorge über das US-Vorgehen. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Truppen in der Region aufzustocken, und das Pentagon spricht von „anhaltenden Bedrohungen durch den Iran“.

In Bagdad sprach Sarif von „einer Drohung gegen den Frieden und die internationale Sicherheit“. Es gelte, sich gegen alle „Kriegsanstrengungen gegen den Iran“ zu wehren, „seien sie wirtschaftlich oder militärisch“. Der neue irakische Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi erklärte am Samstagabend nach einem Treffen mit dem Iraner, er warne vor der „Gefahr eines Kriegs“ und hoffe, dass die „Stabilität in der Region“ nicht angetastet werde.

Will Trump wirklich einen Krieg?

Tausende von Irakern haben am Freitagabend in Bagdad und Basra gegen eine drohende militärische Eskalation demonstriert. Die Menschen fürchten, in einen Konflikt zwischen den USA und Iran hineingezogen zu werden, da sich im Irak wichtige US-Militärbasen befinden.

Ob Trump wirklich einen Krieg mit dem Iran will, ist unklar; die Signale aus Washington sind widersprüchlich. Fest steht allerdings, dass schon die westlichen Sanktionen die iranische Wirtschaft hart treffen.

(reuters – sk)
 

26 Mai 2019, 13:30