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Anhänger des Wahlsiegers feiern auf der Straße Anhänger des Wahlsiegers feiern auf der Straße  (AFP or licensors)

Kongo: Wahlsieger bekanntgegeben – Unruhen drohen

In der Demokratischen Republik Kongo zeichnet sich der erste demokratische Machtwechsel seit rund fünf Jahrzehnten ab. Der Oppositionskandidat Félix Tshisekedi hat überraschend die Präsidentenwahl gewonnen.

Das teilte die nationale Wahlkommission mit. Tshisekedi löst damit Amtsinhaber Joseph Kabila ab, der das Land seit 2001 regiert.

Der größter Rivale Tshisekedis, der Oppositionelle Martin Fayulu, sprach allerdings von Wahlbetrug und rief zum Widerstand auf. Wahlbeobachter und Frankreich meldeten ebenfalls Zweifel an.  Auch die Bischofskonferenz erklärte, die Ergebnisse der Wahlkommission „decken sich nicht mit den Ergebnissen unserer Beobachter, die sich auf die Auszählungen in den Wahllokalen stützten"; die Kirche hatte bei der Abstimmung 40.000 Wahlbeobachter im Einsatz. Einige Tage nach der Wahl hatte die Bischofskonferenz mitgeteilt, sie kenne den Namen des Siegers, es sei aber Aufgabe der Wahlkommission, ihn bekannt zu geben.

Bischöfe warnen vor Unruhen

Vor den Wahlen hatten die meisten Beobachter mit einem Sieg Emmanuel Ramazani Shadarys gerechnet, der vom scheidenden Präsidenten Joseph Kabila unterstützt wurde. Fachleute, unter ihnen die Bischöfe, warnten angesichts der angespannten Lage in dem rohstoffreichen und instabilen zentralafrikanischen Land vor Ausschreitungen.

(diverse - gs)

10 Januar 2019, 16:00