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Flüchtlingskarawane: Mexiko-Stadt bereitet sich auf die Aufnahme der ersten Migranten vor Flüchtlingskarawane: Mexiko-Stadt bereitet sich auf die Aufnahme der ersten Migranten vor  (ANSA)

Mexiko-Stadt: Erste Flüchtlingskarawane eingetroffen

An diesem Sonntag haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die mexikanische Hauptstadt erreicht. Mehr als 5.000 sind noch auf dem Weg…

Die mehr als 1.000 Mittelamerikaner, die vor ca. vier Wochen aus der honduranischen Stadt San Pedro Sula aufgebrochen sind, wurden in einer Sporthalle untergebracht. Sie hoffen, sich in der mexikanischen Hauptstadt neu zu formieren und wollen hier auf Nachzügler warten. Die Stadtverwaltung hat medizinische Hilfe angeboten und Lebensmittelküchen eingerichtet. In Mexiko-Stadt steht eine Flüchtlingsunterkunft für rund 6.000 Menschen bereit. Die städtische Menschenrechtskommission hat die Einwohner aufgerufen, die Migranten mit Respekt zu behandeln.

Das Reisen in großen Gruppen bietet mehr Sicherheit


Die meisten dieser Menschen fliehen vor Armut, Bandengewalt und der politischen Instabilität in ihren Heimatländern. Das Reisen als große Masse sei ihre beste Hoffnung, die USA zu erreichen, geben sie an. Nur so könne man die Gefahr vermeiden, Menschenschmugglern in die Hände zu fallen.

Ihr einziges Verbrechen ist es, arm zu sein…


Umfragen zufolge sehen viele Mexikaner die Aufnahme der Karawane mit Sorge, befürchten eine Zunahme von Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Der Bischof von San Salvador, Jose Luis Escobar, verurteilte die Kriminalisierung der Flüchtlinge, deren einziges Verbrechen es sei, arm zu sein. Alejandro Solalinde, ein katholischer Priester und Aktivist für Migrantenrechte, bezeichnete die Migrantenkarawane als „Exodus, für den es keinen Präzedenzfall gibt“.

Trump: Vormarsch der Karawane um jeden Preis stoppen


Im Vorfeld der Kongresswahlen am kommenden Dienstag warnte Präsident Donald Trump wiederholt vor dem Vormarsch der Karawane, ließ Tausende von Soldaten an die mexikanische Grenze schicken. Auf Druck der US-Regierung hat der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto Migranten, die in den Südstaaten Chiapas und Oaxaca um Asyl ansuchen, vorläufige Ausweispapiere und Jobs angeboten. Wie die mexikanische Regierung an diesem Samstag verlauten ließ, seien bereits fast 2.800 Asylanträge in Arbeit, rund 500 Migranten hätten um Unterstützung bei der Rückkehr in ihre Heimatländer gebeten.

Noch mehr als 5.000 Migranten auf dem Weg


Schätzungen des mexikanischen Innenministeriums von diesem Wochenende zufolge sollen im Süden Mexikos noch mehr als 5.000 Migranten in Karawanen oder kleineren Gruppen auf dem Weg sein.

(ap/reuters – skr)

05 November 2018, 11:42