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Palästinensische Mädchen in einer Schule des UNRWA Palästinensische Mädchen in einer Schule des UNRWA  (ANSA)

UN-Hilfswerk für Palästinenser geht das Geld aus

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks für Palästinenser (UNRWA), Matthias Schmale, schlug gegenüber deutschen Medien Alarm: das Geld reiche nur noch für einen Monat. Schuld daran seien auch die jüngsten Kürzungen durch die US-Regierung.

Diese hatte angekündigt, einen Großteil ihrer Beiträge in Höhe von umgerechnet 276 Millionen Euro zurückzuhalten. Ende Juni habe die Organisation bereits 100 Mitarbeiter entlassen und mehr als 500 auf Teilzeit setzen müssen, sagte Schmale weiter. Das Hilfswerk betreibe unter anderem Schulen, Gesundheitszentren und Lebensmittelausgabestellen.

Mitarbeiter sollen auf Teile des Gehalts verzichten

 

Ende August hatte die Bundesregierung bereits bestätigt, die Unterstützung für UNRWA aufstocken zu wollen, um das aktuelle Defizit der Finanzierung zu verkleinern. Jetzt habe die Gewerkschaft vorgeschlagen, allen Stabsmitgliedern einen Tag ihres Monatsgehalts abzuziehen, um eine Notversorgung zu sichern. Dem Bericht zufolge hat das UNRWA im Gazastreifen rund 13.000 Mitarbeiter. Kritik entzündet sich immer wieder an Inhalten von Schulbüchern, die in den Schulen des Hilfswerks verwendet werden. In den Büchern werde Terror heroisiert und das Existenzrecht Israels geleugnet, kritisiert zum Beispiel die Deutsch-Israelische Gesellschaft.

Schmale betonte dagegen, man habe die Schulbücher rigoros überprüfen lassen, Lehrern neues Material zur Verfügung gestellt und versucht, sie zu bewegen, andere Perspektiven darzustellen. 8.000 Lehrer zu kontrollieren sei aber schwer, gesteht er ein, so dass er seine Hand nicht dafür ins Feuer legen könne, dass es keine Verstöße mehr gebe.

(kna - ck)

10 September 2018, 11:57