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Orthodoxe Liuturgie in Moldawien Orthodoxe Liuturgie in Moldawien  (ANSA)

Moldawien: Gedenken an Stalin-Opfer

Am Freitag ist in Moldawien der Opfer von Deportation und Verfolgung in der stalinistischen Zeit gedacht worden. Um 10 Uhr läuteten zehn Minuten lang alle Glocken der orthodoxen Kirchen. In vielen Kirchen wurde ein Requiem zelebriert.

Unter Stalin wurden über 90.000 Menschen aus Moldawien deportiert. 

Die bewegte Geschichte eines Landes


Das Land hat eine sehr komplizierte Geschichte. Es gehörte mehr als hundert Jahre lang zum russischen Reich – damals unter dem Namen Bessarabien. 1918 wurde es an das rumänische Königreich angeschlossen. Etwa 20 Jahre später verlangte die sowjetische Regierung die Rückgabe des Landstriches zwischen Pruth und Dnjestr. Sie hatte die Abtretung Bessarabiens nämlich nie akzeptiert. Wenige Tage später rückte die Rote Armeekampflos in Bessarabien ein.

Ein Jahr später wurde Bessarabien von Deutschland und Rumänien angegriffen: Bessarabien wurde wieder rumänsich. Im Sommer 1944 gewann die Rote Armee Fraktion wieder die Oberhand. Die Provinz wurde unter dem Namen „Sowjetrepublik Moldawien“ wieder Teil der Sowjetunion. Unabhängigkeit erlangte Moldawien erst nach dem Fall der Union.

(kap - bw)

 


 

07 Juli 2018, 12:34