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Immer kargere Auswahl, immer höhere Preise: Auf einem Markt in Venezuela Immer kargere Auswahl, immer höhere Preise: Auf einem Markt in Venezuela  (AFP or licensors)

Peru: Bischöfe öffnen Migrantenzentrum

Migranten sind beileibe nicht nur in Europa ein Thema. In Peru zum Beispiel treffen seit Monaten Flüchtlinge aus Venezuela ein. Die Bischöfe öffnen jetzt in Lima ein Info- und Hilfszentrum für sie.

Das Zentrum soll von Montag an operativ sein; es wurde am Sitz der peruanischen Bischofskonferenz in Lima angesiedelt. „Wir wollen die Kräfte bündeln, um die Lebensbedingungen unser Migrantenfreunde zu verbessern“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Héctor Miguel Cabrejos Vidarte, vor der Presse.

Cabrejos zeigte Verständnis für die Motive der aus Venezuela Fliehenden. Das Land leide unter „einer schweren wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise“. Allerdings sind die Verhältnisse auch in Peru nicht rosig.

Bald eine halbe Million Flüchtlinge

 

Insgesamt halten sich in Peru derzeit ungefähr 350.000 Venezolaner auf. Schon bald wird ihre Zahl den Schätzungen entsprechend eine halbe Million erreichen.

Im Info- und Hilfszentrum in Lima werden Sozialarbeiter und Rechtsberater Migranten empfangen. Die Kirche betont, sie wolle in allem mit den staatlichen Behörden eng zusammenarbeiten.

Ab August auch ein Migrantenheim in Lima

 

Ab August soll an das Zentrum ein Migrantenheim angeschlossen werden, das von Ordensleuten geführt wird. Ein weiteres kirchliches Migrantenheim gibt es bereits in der Stadt Tacna an der Grenze zwischen Peru und Venezuela.

(osservatore romano – sk)
 

24 Juni 2018, 10:03