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Nairobi: der Direktor des National Youth Service vor Gericht wegen Korruption Nairobi: der Direktor des National Youth Service vor Gericht wegen Korruption  (AFP or licensors)

Kenia: Bischöfe kritisieren massive Korruption

Bischöfe in Kenia fordern die Regierung dazu auf, die jüngsten schweren Fälle von Korruption dringend zu untersuchen und die für schuldig befundenen Personen zur Rechenschaft zu ziehen.

Bischof Paul Kariuki von Embu beklagte vor Journalisten die anhaltenden Korruptionsskandale inmitten der wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen das Land derzeit steht. In Kenia müssen sich derzeit mehr als 20 hohe Beamte und Geschäftsleute wegen Korruption vor Gericht verantworten. Sie stehen im Verdacht, bei einer Jugendbehörde umgerechnet 70 Millionen Euro veruntreut zu haben. Zudem fahnden die kenianischen Behörden nach Dutzenden Mittätern.  

 

„Wir fordern die Regierung auf, ernsthaft zu ermitteln. Diejenigen, die für schuldig befunden werden, sollen dafür teuer bezahlen“, forderte Bischof Kariuki. „Wir wollen, dass unser Land besser wird, aber mit der Korruption werden wir unser Land ruinieren."

Erzbischof Jackson Ole Sapit von der anglikanischen Kirche von Kenia ermutigte nicht nur zu harten Worten gegen Korruption, sondern auch zur Nennung und Anprangerung derjenigen, die sich korrupt verhalten. „Der Kampf gegen Korruption ist dann echt, wenn wir anfangen, die Plünderer zu verfolgen und das geplünderte Geld an die Regierung zurückzugeben, und die Regierung verkündet, wie viel sie von wem zurückgewonnen hat", sagte der anglikanische Erzbischof.

(cisa/Vatican News – gs)

 

31 Mai 2018, 11:44