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Die Symbolzeichnung zu den diesjährigen Kreuzweg-Meditationen mit Papst Franziskus Die Symbolzeichnung zu den diesjährigen Kreuzweg-Meditationen mit Papst Franziskus 

Vatikan: „Kreuzweg-Meditationen zeigen Leid der Kinder“

Die diesjährigen Meditationen zum Kreuzweg am Karfreitagabend stammen von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Kontexten. Neben Erstkommunionkindern und Pfadfindern sind auch Jugendliche dabei, die in Pflegeheimen in Rom untergebracht sind. Sie werden mit Zeichnungen zur Kreuzweg-Übertragung beitragen. Wir haben mit einem Betreuer darüber gesprochen.

Mario Galgano und Alessandro Di Bussolo – Vatikanstadt

Fabio Macioce ist 45 Jahre alt und Betreuer im Pflegeheim „Il Tetto“ – „Das Dach“ in Rom. Das Haus besteht seit 1984 und kümmert sich um Kinder und Jugendliche aus Problemfamilien. Die Einrichtung sei für die pädagogische Betreuung zuständig, präzisiert Macioce im Gespräch mit uns. Etwa hundert Kinder werden von „Il Tetto“ unterstützt, dem fünf Pflegeheime und acht Wohnungen für benachteiligte Familien zur Verfügung stehen.

Zum Nachhören - wie römische Kinder zur Via Crucis-Meditationen beitragen werden

„Die Teilnahme unserer Kinder an den Meditationen für den Kreuzweg mit Papst Franziskus begann mit der Erzählung der Passionsgeschichte. Es ging zunächst um die 14 Stationen des Kreuzwegs. Es handelt sich um eine Geschichte des Leidens, der Einsamkeit und der Ungerechtigkeit. Aber es geht ja auch um Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Die Kinder sind Italiener und Ausländer, teils katholisch, teils auch nicht. Sie haben zunächst einmal diese Geschichte gehört; sie haben verstanden, worum es geht. Und dann haben sie mit Buntstiften das zu Papier gebracht, was sie am meisten beeindruckt hat. Ihre Zeichnungen erzählen also die Passion Jesu.“

Kinderzeichnungen zeigen eigene Lebensgeschichte

Neben den Texten, die von den Betreuern und Jugendlichen verfasst wurden und bald vorgestellt werden, spielen in diesem Jahr also auch die Zeichnungen der Kinder eine große Rolle, so Macioce.

„In diesen Zeichnungen können wir auch ihre eigenen Lebensgeschichten erkennen. Es handelt sich um Geschichten, die zeigen, welchen mühsamen Weg diese Kinder gegangen sind, welche Last sie getragen, wieviel Leid sie erlebt haben. In den Pflegeheimen des ,Tetto´ finden diese Kinder Freundschaft und Unterstützung. Sie erleben dort die Freude des Gemeinsam-Gehens und die Erleichterung darüber, die Last des Lebens teilen zu können.“

Das sei auch das, was in den Meditationen zur Sprache kommen werde… „eine friedliche Zukunft gemeinsam aufzubauen“, so Macioce weiter. „Mit großer Begeisterung bereiten sie sich nun auf den Kreuzweg mit dem Papst vor. Groß und klein, vereint in der Vorbereitung auf das Osterfest und den wichtigen Moment in St. Peter mit Papst Franziskus.“

Jedes Jahr zeichnet eine andere Person oder Gruppe für die Meditationen verantwortlich. Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus Foligno in Umbrien sowie Erstkommunion- und Firmkinder aus der römischen Pfarrei der Heiligen Märtyrer von Uganda schrieben 2021 die Meditationen zu den traditionell 14 Stationen des Kreuzwegs mit dem Papst. Die Zeichnungen, die während der weltweiten Übertragung am Karfreitagabend eingeblendet werden, haben neben den Jungen und Mädchen von „Il Tetto“ auch Kinder gemalt, die in Heimen in Rom betreut werden. Bei den beiden römischen Einrichtungen für benachteiligte Kinder handelt es sich um eines, das kirchlich getragen ist, das andere ist staatlich.

Wir übertragen den Kreuzweg live und mit deutschem Kommentar am Karfreitag ab 20.50 Uhr auf unserer Homepage und auf unserem Youtube-Kanal.

(vatican news)

30 März 2021, 12:06