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Vatican News

Vatikanische Museen. O lasset uns anbeten #6

„Das Ereignis der Geburt Jesu darzustellen bedeutet, das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes mit Einfachheit und Freude zu verkünden.“ Diese Worte von Papst Franziskus erinnern daran, wie die Geburt Jesu Generationen von Künstlern inspiriert hat, die im Laufe der Jahrhunderte durch die Schönheit evangelisiert haben. Jede Woche schlagen die Vatikanischen Museen durch ihr Gemeinschaftsprojekt mit Vatican News ein Meisterwerk der päpstlichen Sammlungen vor, begleitet von den Worten der Päpste.

Fra Angelico oder Beato Angelico  (1395-1455), Predigt des Hl. Stephanus und Disput mit dem Hohen Rat, Fresko, 1448-1449, Apostolischer Palast im Vatikan, Nikolinische Kapelle (Nikolaus V., 1447-1455) © Musei Vaticani

musei vaticani
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Beato Angelico malte die Nikolinische Kapelle zwischen 1448 und 1450 mit Fresken aus. Einer der Protagonisten dieser Fresken ist der heilige Diakon und Märtyrer Stephanus. Die Szenen sind der Apostelgeschichte entnommen und erzählen Geschichten aus seinem Leben und Martyrium. Gleich am Eingang der Kapelle ist die „Predigt des heiligen Stephanus und sein Disput mit dem Hohen Rat“ abgebildet. Stephanus war für seine Gelehrsamkeit und Redegabe berühmt und wird so auch von dem Maler dargestellt: Er predigt vor der Menge und streitet mit dem Hohen Rat. Indem der Maler das Leben des Heiligen in Szene setzt, beschwört er eine arme und tugendhafte Kirche herauf, die auf Nächstenliebe gegründet und zum Martyrium bereit war.


„In der Schule des heiligen Stephanus, der seinem Meister sowohl im Leben als auch im Tod ähnlich wurde, halten auch wir den Blick auf Jesus gerichtet, den treuen Zeugen des Vaters. Wir lernen, dass die Herrlichkeit des Himmels, die Herrlichkeit, die für das ewige Leben bleibt, nicht aus Reichtum und Macht besteht, sondern aus Liebe und Selbsthingabe.“

(Papst Franziskus – Fest des hl. Stephanus – Angelus – 2019)
 

 

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zusammengestellt von Paolo Ondarza

26 Dezember 2020, 09:29