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Vatican News
Morgens noch in Violett, abends dann in Rot: Jean-Claude Hollerich (Archivfoto) Morgens noch in Violett, abends dann in Rot: Jean-Claude Hollerich (Archivfoto)  (ANSA)

Neuer Kardinal über verheiratete Priester und Klimaproteste

Der künftige luxemburgische Kardinal Jean-Claude Hollerich kann sich vorstellen, verheiratete Männer zu katholischen Priestern zu weihen. Bevor der 61-Jährige an diesem Samstag von Papst Franziskus ins Kardinalskollegium aufgenommen wird, äußerte er sich auch über die Bewegung „Fridays for future“.

Zur Debatte um eine Zulassung bewährter (und verheirateter) Männer, sogenannter „viri probati“, zum Priesteramt sagte Hollerich am Freitagabend vor Journalisten im Vatikan, wenn im Amazonasgebiet ganze Regionen keine Eucharistie feiern könnten, sei das ein großes Problem. „Wenn da viri probati eine Lösung sind, warum nicht?“, so der Erzbischof von Luxemburg wörtlich.

Anders als manche behaupteten, gehe es dabei nicht um die Theologie des Priestertums. Der 61-Jährige hob auch den unterschiedlichen Erfahrungshorizont von Ehemännern hervor: „Ich liebe meinen Zölibat, ich stehe dazu, aber ich sehe, dass die verheirateten Diakone anders predigen können als ich, und das finde ich an sich eine wunderbare Ergänzung.“

Hollerich: Neue Kaffeemaschine wegen Klimaprotesten

Einen Tag vor seiner Ernennung zum Kardinal gab der Erzbischof von Luxemburg auch einen kleinen Einblick in sein privaten Alltag. Den habe der aufgrund der „Friday for future“-Bewegung umgemodelt. „Ich spüre, dass ich viele kleine Dinge ändern muss“, sagte der Erzbischof von Luxemburg. . So verzichte er mitlerweile auf Plastikflaschen, habe seine Kaffeemaschine gewechselt und esse nur zweimal die Woche Fleisch – auch „weil ich einfach die jungen Leute gern habe“. Man müsse „den Schrei der jungen Generation hören“.

Hollerich nimmt auf persönliche Einladung des Papstes an der am Sonntag beginnenden Amazonien-Synode teil.

(kna – tg)

05 Oktober 2019, 12:07