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Archivbild: Bischofssynode Archivbild: Bischofssynode 

Vatikan gibt Teilnehmerliste der Amazonas-Synode bekannt

Der Vatikan hat die endgültige Teilnehmerliste für die Amazonassynode herausgegeben. Wie bereits bei der ersten Vorstellung der Zusammensetzung angegeben, kommt ein großer Teil der Teilnehmer aus dem Amazonasgebiet. Doch auch Mitglieder aus dem deutschen Sprachraum sind vertreten.

Wie aus der am Samstag veröffentlichten Teilnehmerliste hervorgeht, hat Papst Franziskus die Kardinäle Marx, Schönborn und Hollerich (dieser wird am 5. Oktober in den Kardinalsstand erhoben) zu Mitgliedern der Sonderversammlung der Bischofssynode für Amazonien ernannt. Kardinal Schönborn gehört seit einigen Jahren dem zwölfköpfigen begleitenden Rat des Generalsekretariats der Bischofssynode an, das als zuständige Kurieneinrichtung die Bischofssynoden vorbereitet.

In der Gruppe der Bischöfe des Amazonasgebietes ist erwartungsgemäß auch der deutsche Bischof von Óbidos, Johannes Bahlmann, vertreten. Ebenso der emeritierte Amazonas-Bischof Erwin Kräutler konnte auf der Teilnehmerliste nicht fehlen. Er war als Mitglied des 18-köpfigen vorsynodalen Rates bereits federführend in die Vorarbeiten der Synode eingebunden. Unten den Experten findet sich die in Peru lebende deutsche missionsärztliche Schwester Birgit Weiler. Die CELAM-Beraterin war bereits für die Vorarbeiten der Synode im März im Vatikan dabei. 

Auf besondere Einladung kommen hingegen unter anderem Adveniat-Hauptgeschäftsführer Michael Heinz, Misereor-Chef Pirmin Spiegel sowie Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber, seines Zeichens Mitglied der Päpstlichen Wissenschaften, in den Vatikan. Unter den eigens Eingeladenen ist auch der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon. Ebenso Indigenenvertreter sowie „brüderliche Delegierte“ anderer Konfessionen, die im Amazonasgebiet tätig sind, werden ankündigungsgemäß an den Arbeiten teilnehmen, genauso wie die Leiter der besonders involvierten Dikasterien.

Leitungsgremium ist bestätigt

Der brasilianische Kardinal und Panamazonien-Netzwerk-Präsident Claudio Hummes wird wie bereits bekannt als Generalrelator der Synode wirken. Ihm zur Seite stehen zwei Synoden-Sondersekretäre: David Martinez de Aguirre Guinea, der Apostolische Vikar von Puerto Maldonado in Peru, sowie Pater Michael Czerny, Untersekretär der Sektion Migranten und Flüchtlinge des vatikanischen Dikasteriums für die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen.

Synodenmitglieder von Amts wegen sind die Ortsbischöfe der betreffenden Region,  also Amazonas-Bischöfe aus Bolivien, Brasilien, Ecuador, Peru, Kolumbien, Venezuela, Französisch-Guayana, Guayana und Suriname sowie die Spitzen von sieben  Bischofskonferenzen, Vertreter der römischen Kurie und die Leitung des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks REPAM sowie die Mitglieder des Vorbereitungsgremiums. Hinzu kommen 15 Ordensdelegierte und mehrere vom Papst direkt persönlich ernannte Teilnehmer. 

Insgesamt 185 Synodenteilnehmer werden vom 6. bis zum 27. Oktober im Vatikan über die drängenden Fragen des Amazonasgebietes beraten. Für gewöhnlich wird der Papst als Präsident den Arbeiten vorstehen, faktisch geleitet werden diese jedoch durch die delegierten Präsidenten, die Franziskus vor Kurzem ernannt hatte. Es sind Kardinal Baltazar Enrique Porras aus Venezuela, Erzbischof Pedro Ricardo Barreto aus Peru und der brasilianische Kurienkardinal Joao Braz de Aviz. 

(vatican news/kap - cs)

21 September 2019, 12:40