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Kardinal John Henry Newman kurz vor der Heiligsprechung

Papst Franziskus berät kommenden Montag mit seinen Kardinälen über die Heiligsprechung des englischen Kardinals John Henry Newman (1801-1890). Wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte, soll es bei dem sogenannten Konsistorium auch um vier weitere Heiligsprechungsverfahren gehen, unter anderem das der Schweizer Franziskanerin Marguerite Bays (1815-1879).

Der aus London stammende John Henry Newman sorgte als bekannter anglikanischer Gelehrter 1845 durch seinen Übertritt zum Katholizismus für Aufsehen. In der katholischen Kirche entwickelte er eine prägende Rolle als Theologe und später als Kardinal. Anfangs Kritik und Misstrauen ausgesetzt, gilt er inzwischen als „Brücke zwischen Anglikanern und Katholiken“. 2010 wurde Newman von Benedikt XVI. in Birmingham seliggesprochen. Es war das erste Mal, dass Benedikt XVI. eine solche Zeremonie, die er sonst Kardinälen anvertraute, persönlich vornahm.

Marguerite Bays wurde am 8. September 1815 in La Pierraz (Diözese Fribourg-Lausanne-Genf) geboren und starb am 27. Juni 1879 in Siviriez (Kanton Freiburg). Die gelernte Schneiderin gehörte dem Dritten Orden des heiligen Franziskus an. Im Jahr 1854 soll sie plötzlich von einer Krebskrankheit geheilt worden sein, in der Folge zeigten sich bei ihr die Wundmale Jesu. Papst Johannes Paul II. sprach Bays 1995 selig.

Ebenfalls bald heiliggesprochen werden könnten die indische Ordensgründerin Maria Teresa Chiramel Mankidiyan (1876-1926), die italienische Ordensgründerin Giuseppina Vannini (1859-1911) und die brasilianische Ordensgründerin Dulce Lopes Pontes (1914-1992). Mögliche Termine der Heiligsprechungen sind noch nicht bekannt.

(kna - mg)

27 Juni 2019, 14:10