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Dnipro (Ukraine): Gebäude in Flammen nach dem massiven russischen Angriff am 29. Dezember 2023. Dnipro (Ukraine): Gebäude in Flammen nach dem massiven russischen Angriff am 29. Dezember 2023. 

Ukraine: Papst schreibt an Großerzbischof Schewtschuk

Papst Franziskus hat einen Brief an das Oberhaupt der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, geschrieben, in dem das katholische Kirchenoberhaupt die „schändlichen“ und „inakzeptablen“ russischen Raketenangriffe auf die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur des Landes scharf verurteilt.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Die Kriegshandlungen, die „die Zivilbevölkerung und die lebenswichtige Infrastruktur des Landes getroffen haben, sind schändlich, inakzeptabel und können in keiner Weise gerechtfertigt werden“. Dies schreibt Franziskus in einem Brief vom 3. Januar an den Großerzbischof von Kyiv-Halyč, Swjatoslaw Schewtschuk. Dieser hatte seinerseits Ende des Jahres an den Papst geschrieben, um ihn über die Folgen des massiven Raketenangriffs zu informieren, den Russland am 29. Dezember 2023 startete. Die Nachricht über den Brief wurde vom Sekretariat des Großerzbischofs veröffentlicht.

„Einmal mehr“, so der Papst, „möchte ich durch Sie meine Verbundenheit mit den Märtyrern in der Ukraine zum Ausdruck bringen, die Toten betrauern und sie der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, die Verwundeten trösten und all jene umarmen, die in irgendeiner Weise leiden. Ich bin den Hirten nahe, die versuchen, den Menschen Hoffnung zu geben, ,in einer Situation, die immer verzweifelter erscheint'.“

Gefahr des Vergessens

Franziskus fügte hinzu, dass er es bedauere, „dass der Krieg in der Ukraine in einem immer dramatischeren internationalen Kontext Gefahr läuft, zu einem ,vergessenen' Krieg zu werden. Es ist vielmehr unsere Pflicht, nicht zuzulassen, dass er in Vergessenheit gerät, nicht nur das Entsetzen angesichts solch tragischer Tatsachen wach zu halten, sondern vor allem alle Verantwortlichen und die internationale Gemeinschaft zur Suche nach friedlichen Lösungen zu verpflichten.“

Der Papst schließt seinen Brief an Schewtschuk mit dem Hinweis, dass er jede Gelegenheit ergreife, um des Krieges und des Leids zu gedenken, und zitiert die Worte, die er zuvor bei der Generalaudienz am 3. Januar gesprochen hatte: „Krieg ist Wahnsinn, Krieg ist immer eine Niederlage. Lasst uns beten. Beten wir für die Menschen in Palästina, in Israel, in der Ukraine und an so vielen Orten, an denen Krieg herrscht.“ Franziskus versicherte dem Oberhaupt der mit Rom verbundenen ukrainischen Ostkirche, dass er weiterhin „lebhafte Appelle machen werde, dass das Getöse der Waffen in der Ukraine aufhört und dass Wege zu einem gerechten Frieden in Gang gesetzt werden“.

(vatican news)

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12. Januar 2024, 10:02