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Kiko Arguello (links) und Papst Franziskus Kiko Arguello (links) und Papst Franziskus 

Papst an Neokatechumenale: „Viele Kulturen, aber ein Evangelium“

Papst Franziskus hat an diesem Montag die Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges in Audienz empfangen. In einer frei gehaltenen Ansprache ging er dabei auf die Bedeutung der Evangelisierung ein.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Der Neokatechumenale Weg ist 1964 in den Baracken von Palomeras Altas in Madrid entstanden. Anfang der 1960er Jahre entdeckte der spanische Maler Francisco José Gómez Argüello (genannt Kiko), der 1959 mit dem Nationalen Malereipreis ausgezeichnet wurde, nach einer existenziellen Krise in den Leiden der Unschuldigen das Geheimnis des gekreuzigten Christus, der in den Geringsten der Welt gegenwärtig ist. Der Neokatechumenale Weg steht „Bischöfen und Pfarrern als Weg zur Wiederentdeckung der Taufe und zur ständigen Weiterbildung im Glauben zur Verfügung“ und will den Gläubigen anbieten, in ihrem Leben den Reichtum der christlichen Initiation wiederbeleben zu lassen. 

Die Audienz im Vatikan
Die Audienz im Vatikan

Kiko Arguello hatte mit der 2016 verstorbenen Spanierin Carmen Hernández den Neokatechumenalen Weg begründet. Bei der Audienz an diesem Montag wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass die Diözese Madrid offiziell den Seligsprechungsprozess für die spanische Katechetin eröffnet hat.

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Weltweit präsent

Gegenwärtig ist der Neokatechumenale Weg in 134 Ländern auf 5 Kontinenten mit 21.300 Gemeinschaften in 6.270 Pfarreien präsent; es gibt 1.668 Familien in der Mission, von denen 216 zur sogenannten missio ad gentes in entchristlichten Städten auf 5 Kontinenten sind.

„Wir haben den Auftrag Jesu gehört: Geht und legt Zeugnis ab, verkündet das Evangelium. Von diesem Tag an zogen die Menschen mit der Kraft weiter, die Jesus ihnen gegeben hatte. Geh und predige und taufe. Aber wir wissen, dass die Gemeinschaft, die aus der Taufe hervorgeht, frei ist und eine neue Kirche bildet; wir müssen ihr helfen zu wachsen. Alle haben denselben Glauben, aber alle auf die Art ihrer eigenen Kultur. Viele Kulturen, aber das gleiche Evangelium, viele Völker, aber der gleiche Jesus Christus. Dazu sind wir aufgerufen. Der Glaube wächst, aber er ist immer derselbe. Dieser missionarische Geist ist eine Inspiration für euch alle“, sagte der Papst bei der Audienz an diesem Montag.

„Ich bitte euch um Fügsamkeit gegenüber dem Heiligen Geist, der euch sendet, um Fügsamkeit und Gehorsam. Alles bleibt in der Kirche, nichts außerhalb der Kirche! Verkündigt Jesus Christus mit der Kraft des Heiligen Geistes in der Kirche und mit der Kirche. Hört auf den Bischof, geht mit ihm vorwärts, habt Mut“, fügte der Papst noch einmal hinzu.

Schließlich segnete der Papst die Anwesenden, die in die Mission entsandt werden, sowie die Kreuze, die sie mit sich führen werden.

(vatican news)

Die Audienz im Vatikan
Die Audienz im Vatikan

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27. Juni 2022, 13:09