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Archivbild: Papst Franziskus trifft eine Familie während einer Generalaudienz Archivbild: Papst Franziskus trifft eine Familie während einer Generalaudienz  (Vatican Media)

Papst: Die Familie ist stark, wenn sie offen für das Leben ist

Der Papst richtet eine Botschaft an die Teilnehmer der 14. Wallfahrt der Familien für die Familie, die an diesem Samstag in zwanzig Wallfahrtsorten in neunzehn Regionen Italiens stattfindet: „Ihr seid das leuchtende Gesicht des Glaubens - schreibt er - in einer Zeit der Schwierigkeiten und des Leidens“.

Mario Galgano und Salvatore Cernuzio - Vatikanstadt

Die Familie sei „lebendig“, wenn sie im Gebet vereint sei. Sie sei „stark“, wenn sie das Wort Gottes wiederentdecke. Sie sei „großzügig“, wenn sie dem Leben gegenüber offen bleibe, nicht diskriminiere und den Bedürftigsten diene. Papst Franziskus wendet sich an Ehepaare, Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder, die an der 14. Nationalen Pilgerfahrt der Familien für die Familie teilnehmen, die an diesem Samstag beginnt. Ein nationaler Gebetsmoment, der von der charismatischen Bewegung „Rinnovamento nello Spirito“, der italienischen Bischofskonferenz und dem Familienforum „Associazioni familiari“ gefördert wird und an dem sich Tausende von Familien aus ganz Italien in 20 Heiligtümern in 19 Regionen beteiligen - vor Ort und online.

Das Evangelium der Familie

Zunächst bedankte sich der Papst für dieses „Zeugnis der Gemeinschaft und der Freude“, das in dem Motto des Treffens verankert sei: „Die Familie lebt!“ Dann würdigte er die „Anstrengung“ der Familien, hinauszugehen, um so viele Menschen wie möglich zu treffen. Auf diese Weise helfe die Familie, „ein lebendiges Zeichen jener amoris laetitia zu werden, die sich aus dem Evangelium der Familie ergibt“, so der Papst. Die Familien, die an der Wallfahrt teilnähmen, „zeigen das leuchtende Gesicht des Glaubens an Jesus Christus in einer Zeit, die von so vielen Schwierigkeiten, Leiden und neuer Armut erdrückt wird“, bekräftigte Franziskus.

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Sucht nicht nach konsumorientierten und individualistischen Freuden

Daher auch die Betonung des für die Initiative gewählten Themas der Gespräche: „In Gemeinschaft... Freude!“ Dies sei eine gezielte Wahl, die die Aufforderung bekräftige, „nicht die Freude des Konsums und des Individualismus zu suchen, die nur das Herz schwer macht, sondern die Freude, die in der Gemeinschaft gelebt wird, die man teilt und an der man teilhat, denn wir sind mehr gesegnet im Geben als im Nehmen.“ Auf diese Weise vervielfache „die geschwisterliche Liebe unsere Fähigkeit zur Freude, denn sie macht uns fähig, uns über das Wohl der anderen zu freuen“, schreibt der Papst.

„Die Familie ist lebendig, wenn sie sich im Gebet vereint findet“, heißt es in seiner Botschaft. „Die Familie ist stark, wenn sie das Wort Gottes und den Vorsehungswert aller seiner Verheißungen wiederentdeckt. Die Familie ist großzügig und baut Geschichte auf, wenn sie offen für das Leben bleibt, wenn sie nicht diskriminiert und den Schwächsten und Bedürftigsten dient, wenn sie nicht aufhört, der Welt das Brot der Nächstenliebe und den Wein der Brüderlichkeit anzubieten.“

Das Welttreffen der Familien in Rom

Daher die Ermutigung des Papstes, diesen Weg weiterzugehen, um das 10. Welttreffen der Familien vorzubereiten, das vom 22. bis 26. Juni 2022 in Rom und gleichzeitig auch in den diözesanen Gemeinschaften in aller Welt stattfinden wird. Es sei eine materielle und konkrete, aber vor allem eine geistige Vorbereitung. Aus diesem Grund gibt der Papst in seiner Botschaft den vollständigen Text des offiziellen Gebets für das Treffen in Rom wieder und lädt die Menschen ein, es „von nun an“ zu beten.

(vatican news)

11 September 2021, 11:25