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Papst Franziskus erläutert, was er mit der Enzyklika Laudato si´ vorhatte Papst Franziskus erläutert, was er mit der Enzyklika Laudato si´ vorhatte 

Papst: „Laudato si´ ist nicht nur ,grün´, sondern auch sozial“

Franziskus hat seine Enzyklika Laudato si´ vor einseitigen Etikettierungen verteidigt. Mit dem Schreiben habe er aus dem katholischen Lehramt einen Beitrag nicht nur zur ökologischen, sondern auch zur sozialen Frage geben wollen, sagte der Papst in einer Videobotschaft, die der Vatikan an diesem Dienstag veröffentlichte.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Sechs Jahre nach der Veröffentlichung der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus haben der argentinische Nationale Interuniversitäre Rat (CIN), der Rat der Rektoren privater Universitäten (CRUP) und die Argentinische Bischofskonferenz (CEA) vom 1. bis 4. September 2021 ein internationales Treffen einberufen. Franziskus wird nicht daran teilnehmen, sandte aber jetzt eine kurze Videobotschaft an die Organisatoren.

Zum Nachhören - was der Papst in seiner Videobotschaft sagte

Die Konferenzen, Vorträge und verschiedene wissenschaftliche Aktivitäten sollen den Dialog über einige der Hauptachsen der päpstlichen Enzyklika fördern, wie die argentinischen Veranstalter jetzt mitteilten. Es gehe um Diskussionsthemen wie persönliche Würde, Geschwisterlichkeit und interkultureller Dialog, Umwelt, ganzheitliche Entwicklung von Menschen und Visionen, Perspektiven, Dialoge sowie interdisziplinäre Begegnungen.

Wörtlich sagte der Papst in seiner Videobotschaft:

„Ich begrüße die Mitglieder des interuniversitären Kongresses Laudato si', der vom 1. bis 4. September stattfinden wird. Ich hoffe, dass diese Bemühungen das gesellschaftliche Bewusstsein für die Pflege unseres gemeinsamen Hauses fördern werden. Die Enzyklika Laudato si' ist nicht nur eine ,grüne´ Enzyklika, sondern auch eine Sozialenzyklika. Ich hoffe, dass dieser Kongress dazu beitragen wird, die ganze Tragweite und alle Konsequenzen zu erkennen. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gott segne Sie und vergessen Sie nicht, für mich zu beten. Ich danke Ihnen.“

Nationale und internationale Experten erwartet

Bei den Gesprächen in der Heimat von Franziskus sollen nationale und internationale Experten ihre Faktenlage auf der Suche nach einer neuen Agenda vorstellen, heißt es bei der Vorstellung der Konferenz. Es gehe darum, „die multidimensionale Komplexität“ der heutigen Probleme in der Welt aufzugreifen. Die Teilnehmenden der Tagungen in dem südamerikanischen Land hätten die Möglichkeit, ihre Interpretation einzubringen und interdisziplinäre Kontextualisierung zu ermöglichen. Ziel sei es, eine Debatte über Zukunft zu führen. Der Kongress soll auch online zugänglich sein.

Laudato si´ ist die zweite Enzyklika von Papst Franziskus. Das auf den 24. Mai 2015 datierte und am 18. Juni 2015 in acht Sprachen veröffentlichte Schreiben „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Themenbereich Umwelt- und Klimaschutz und setzt zudem Zeichen im Hinblick auf bestehende soziale Ungerechtigkeiten und auf die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen. In den internationalen Medien wurde die Enzyklika vielfach als Aufruf zu einem weltweiten Umdenken und als Wendemarke in der Kirchengeschichte bezeichnet.

(vatican news)

24 August 2021, 13:49