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Papst Franziskus beim Regina Coeli-Gebet Papst Franziskus beim Regina Coeli-Gebet  (Vatican Media)

Franziskus: „Der auferstandene Jesus geht an unserer Seite“

Die Anwesenheit Gottes wird nicht nur im Gebet spürbar, sondern auch „in den einfachen Freuden, die mit Glauben und Dankbarkeit gelebt werden“. Das sagte Papst Franziskus beim Regina-Coeli-Gebet an diesem Ostermontag auf dem Petersplatz. Das Kirchenoberhaupt erinnerte auch an die starke Präsenz der Frauen am leeren Grab Jesu am Ostermorgen.

„Alle Evangelien betonen die Rolle der Frauen – Maria von Magdala und der anderen –  als erste Zeugen der Auferstehung“, sagte der Papst den Gläubigen und Besuchern im Vatikan. Die verängstigten Männer hätten sich nach der Kreuzigung im Abendmahlssaal eingeschlossen, Petrus und Johannes seien Maria von Magdala dann gefolgt und hätten so wie zuvor sie festgestellt, dass das Jesu Grab leer war. „Aber es waren die Frauen, die als erste dem Auferstandenen begegneten und die Botschaft brachten, dass er lebt“, so der Papst. An die Frauen sei der Auftrag Jesu ergangen: „Fürchtet euch nicht, geht und verkündet". So wie die Frauen seien auch die Gläubigen heute „gerufen, ihm persönlich zu begegnen und seine Verkünder und Zeugen zu werden“.

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Die Auferstehung Christi sei „das aufwühlendste Ereignis in der Geschichte der Menschheit“, sagte der Papst, weil sie „den Sieg der Liebe Gottes über Sünde und Tod bezeugt und unserer Hoffnung auf das Leben ein felsenfestes Fundament gibt.“

Gott zeige sich „allen, die ihn anrufen und ihn lieben, vor allem im Gebet, aber auch in den einfachen Freuden, die mit Glauben und Dankbarkeit gelebt werden. Wir können seine Gegenwart auch spüren, wenn wir Momente der Herzlichkeit, der Annahme, der Freundschaft und der Betrachtung der Natur miteinander teilen. Möge uns dieser Festtag, an dem es üblich ist, einen Moment des geselligen Beisammenseins mit Familie und Freunden zu genießen, helfen, die Gegenwart Jesu zu erfahren.“ Ostermontag gilt in Italien und darüber hinaus als Tag, in dem Familien gemeinsam Ausflüge und ausgedehnte Osterpicknicks veranstalten.

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Papst verurteilt Anschläge auf Sri Lanka

Nach dem Mittagsgebet lenkte der Papst erneut den Blick auf die Serie von Anschlägen in Sri Lanka, das er 2015 besucht hatte. Er drückte seine geistliche und väterliche Nähe zu den Menschen aus und sagte namentlich dem Erzbischof von Colombo, Kardinal Malcolm Ranjith, sowie der ganzen betroffenen Ortskirche seine Nähe zu. „Ich bete für die vielen Opfer und Verwundeten, und ich bitte alle, nicht zu zögern, dieser geliebten Nation die notwendige Hilfe anzubieten.“ Franziskus fügte hinzu, Terroranschläge seien immer „unmenschliche Akte, die nie zu rechtfertigen sind“. Die Zahl der Todesopfer vom Ostersonntag in Sri Lanka ist unterdessen auf 290 gestiegen, an die 500 weitere Menschen sind verletzt. 24 Personen wurden in Zusammenhang mit den Attentaten auf Kirchen und Hotels verhaftet. Regierungsangaben zufolge ist eine einheimische Islamistengruppe für die Anschläge verantwortlich.

Was ist das Regina Coeli-Gebet?

Das Regina-Coeli-Gebet ist das traditionelle Mittagsgebet der Kirche zwischen Ostern und Pfingsten. Außerhalb dieser Zeit heißt dieses Gebet Angelus. Die Päpste beten es jeweils an Sonn- und Feiertagen mit den Gläubigen. Sie halten bei der Gelegenheit auch eine kurze Ansprache und richten einen Gruß an die Anwesenden. Dabei zeigen sie sich an einem Fenster, das zum päpstlichen Appartement gehört und im Apostolischen Palast über dem Petersplatz liegt. Papst Franziskus nutzt diese Wohnung allerdings nicht, er hat seine Residenz im Gästehaus Santa Marta und betritt das Appartement ausschließlich zum Mittagsgebet mit den Gläubigen.

(vatican news – gs)

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Ein paar Eindrücke vom Petersplatz
22 April 2019, 12:07