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Frauen in einer Ausstellung Frauen in einer Ausstellung  (AFP or Licensors)

Österreich: Katholikinnen befürworten Frauendiakonat

Die diözesanen Frauenkommissionen Österreichs haben den gemeinsamen Wunsch ausgesprochen, das kirchliche Amt des Diakonats für Frauen zu öffnen. Unter dem Titel „Berufen und bereit" befürwortet die Plattform der diözesanen Frauenkommissionen Österreichs den ständigen Diakonat „für alle Menschen unabhängig vom Geschlecht".

Die bei der jüngsten Sitzung des Gremiums zur neuen Sprecherin gewählte Birgit Feldbauer-Durstmüller ortete in der Aussendung am Montag in Bezug auf eine vom Geschlecht unabhängige Berufung einen deutlichen Handlungsbedarf. Es sei „eine Frage der Glaubwürdigkeit unserer Kirche, jenen Menschen diesen Dienst zu ermöglichen, die sich berufen und bereit fühlen" - eben auch Frauen.

Die frühere Linzer Uni-Professorin am Institut für Controlling und Consulting ist seit einem Jahr ehrenamtliche Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese Linz. Ihrer Überzeugung nach basiert Berufung auf der „individuellen Erfahrung, von Gott zum Dienst für die Mitmenschen eingeladen zu werden". Auch bei der Zusammenkunft der bundesweiten Plattform hatten sich die Mitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, den ständigen Diakonat für alle Menschen unabhängig vom Geschlecht zugänglich zu machen - insbesondere für die Frauen, die die Plattform vertritt. Basis dafür sei „die Berufung und Sendung der einzelnen Frau".

Die diözesanen Frauenkommissionen erinnerten daran, dass die Weihe zum Diakon für die Anwärter der erste Schritt zum Priesteramt ist. Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils sei aber auch für der Ständige Diakonat für jene Männer neu belebt worden, die nicht das Priesteramt anstreben und daher auch verheiratet sein dürfen. Sie übernehmen in ihren Pfarrgemeinden wichtige Aufgaben in den Bereichen Caritas, Liturgie und Verkündigung und seien "besonders im deutschsprachigen Raum ... eine zentrale Stütze des Pfarrlebens".

Die Plattform ging aus dem Vernetzungstreffen der Frauenkommissionen hervor, das im Anschluss an den kirchlichen „Dialog für Österreich" 1998 vom damaligen Kärntner Bischof Egon Kapellari einberufen wurde. Im März 2011 konstituierte sich die Plattform diözesaner Frauenkommissionen Österreichs als eigenständig arbeitendes Gremium innerhalb der Römisch-katholischen Kirche in Österreich. Sie setzt sich laut eigener Angabe auf Österreich-Ebene dafür ein, „dass die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Kirche voranschreitet".

(kap – gs)

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18. März 2024, 14:52