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Österreich: „Ex Fonte“

Unter dem Titel „Ex Fonte - Journal of Ecumenical Studies in Liturgy“ ist die erste Ausgabe eines neuen liturgiewissenschaftlichen Journals erschienen.

Das Besondere daran: Es handelt sich um ein Open Access Journal, d.h. eine Online-Publikation, die zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. Das von österreichischen Liturgiewissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern begründete Journal ist ökumenisch ausgerichtet und versteht sich als „Plattform für einen Dialog zwischen Liturgiegeschichte und Liturgietheologie“, heißt es auf der Website.

Zudem soll die Zeitschrift den ökumenischen Dialog zwischen östlichen und westlichen Traditionen fördern. Auch sei man offen für interreligiöse Beiträge: „Nicht jeder Beitrag muss sich dabei ausdrücklich mit ökumenischer Liturgietheologie beschäftigen. Die Autorinnen und Autoren sowie die eingereichten Beiträge sehen sich jedoch einer ökumenischen Grundhaltung verpflichtet.“

Amtseinführung von Mar Awa III. im September letzten Jahres: Der Patriarch trug zur ersten Ausgabe bei
Amtseinführung von Mar Awa III. im September letzten Jahres: Der Patriarch trug zur ersten Ausgabe bei

Zum Board gehören Wissenschaftler aus sieben Ländern

Getragen wird das Zeitschriftenprojekt von einem „Editorial Advisory Board“ und einer aus Jung- und Nachwuchswissenschaftlern bestehenden Redaktion. Dem „Advisory Board“ gehören u.a. der Wiener Liturgiewissenschaftler Hans-Jürgen Feulner sowie weitere Liturgiewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Deutschland, Belgien, der Schweiz, Australien, den USA, Italien und England an.

Die redaktionelle Arbeit wird von Liturgiewissenschaftlern aus Österreich bzw. rund um den Wiener Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft unter Hans-Jürgen Feulner geleistet. Zur Sicherung des wissenschaftlichen Niveaus werde nicht nur auf herausragende Autorinnen und Autoren geachtet, sondern auch ein „double-blind Peer-Review-Verfahren“ eingesetzt, heißt es auf der Website.

Stephansdom in Wien
Stephansdom in Wien

Besondere Sorgfalt gilt dem hohen wissenschaftlichen Niveau

Zu den ersten Artikeln des neuen Journals zählen ein Beitrag von Teresa Berger, Liturgiewissenschaftlerin der Yale Divinity School, die eine Neuausrichtung der Liturgie an der Idee einer göttlichen Schöpfung anregt. Der neu gewählte Katholikos-Patriarch der Assyrischen Kirche des Ostens, Mar Awa III. Royel, bietet anhand eines in China entdeckten Manuskripts Einblicke in den Ritus seiner Kirche und öffnet damit den ökumenischen Horizont. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem liturgischen Vorsteherdienst im monastischen Kontext versucht Stefan Geiger vom Päpstlichen Athenaeum Sant'Anselmo wiederum, zu einem neuen Verständnis des Abtsamtes beizutragen.

(kap – sk)
 

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16. Juni 2022, 13:55