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Beate Gilles, Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz Beate Gilles, Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz 

D: Gilles blickt „sorgenvoll“ nach Köln

Die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz blickt „sehr sorgenvoll nach Köln“. Das sagte Beate Gilles jetzt in einem Interview mit dem Bonner General-Anzeiger.

„Es ist ja gar nicht so einfach, dort das konkrete Problem, das angegangen werden muss, zu fassen“, so Gilles über die Krise in ihrem „Heimatbistum“. „Man merkt vor allem, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Verantwortlichen im Bistum in Frage gestellt ist.“

Über den Unmut vieler Katholiken im Erzbistum Köln äußerte sie: „Natürlich fehlt den Menschen eine Möglichkeit, der Kirche zu sagen, was sie stört. Da wäre es wichtig, wenn sich in der Kommunikation miteinander Wege fänden, die mehr enthalten, als die Frage, bin ich drinnen oder draußen.“

Reformthemen und Missbrauch

„Kirche war immer reformfähig“

Angesprochen auf die Reformbedürftigkeit der katholischen Kirche, sagte Gilles, die Kirche sei „immer reformfähig“ gewesen. „In der Praxis geschieht ja auch schon ganz viel von dem, was wir derzeit auf einem Reformweg reflektieren und einholen.“ Dass es eines Tages das Diakonat für Frauen geben wird, hält sie für gut möglich. „Zum Priesteramt aber braucht es noch ein gutes Stück Weg. Denn diese Frage ist in vielen Teilen der Welt noch nicht so virulent, wie bei uns.“

Als „bedrückend“ empfindet die erste Frau an der Spitze des Sekretariats der Bischofskonferenz die Missbrauchsskandale. „Wir werden uns diesem Thema kontinuierlich, ehrlich und offensiv stellen müssen. Das gilt im Übrigen auch für den Missbrauch von Macht…“ Für den Synodalen Weg werde es im nächsten Jahr sehr darauf ankommen, „dass diese Offenheit für Veränderung im Blick bleibt“. Gilles wörtlich: „Bisher reduziert es sich oft auf gegenüberliegende Meinungen. Wir brauchen da auch Bewegung.“

(general-anzeiger – sk)
 

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21. Dezember 2021, 14:36