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Österreich: Uni Graz verabscheut rechtsradikalen Überfall in Linz

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Karl-Franzens Universität Graz hat ihre Abscheu vor dem Überfall auf das Pastoralamt der Diözese Linz ausgedrückt. Es sei „aus christlicher Sicht unverzichtbar darauf hinzuweisen, dass alle Menschen Kinder Gottes“ seien, so Christoph Heil, Dekan der Theologischen Fakultät Graz.

Das Pastoralamt der Diözese Linz war Donnerstagnachmittag von einer Gruppe von Rechtsradikalen gestürmt worden. Bei der Aktion handelte es sich um einen Protest gegen die geplante und von Bischof Manfred Scheuer unterstützte Errichtung eines Mahnmals für auf der Flucht ums Leben gekommene Menschen. Der Bischof wies die Aktion „auf das Schärfste“ zurück.

Wie Dekan Heil in einer Mitteilung schreibt, werde in einer Demokratie „verschiedene Positionen zum politischen Umgang mit Menschen geben, die sich auf der Flucht befinden“. „Dafür mögen verschiedene Gründe und unterschiedliche Emotionen eine Rolle spielen“, so Heil. Es sei aber aus christlicher Sicht unverzichtbar darauf hinzuweisen, dass alle Menschen Kinder Gottes seien. „Und deswegen ist es ein zutiefst christliches Anliegen, derer zu gedenken, die auf der Flucht ertrunken oder ums Leben gekommen sind.“

Der Dekan verweist darauf, dass viele Flüchtlinge unbegleitete Minderjährige oder Mütter mit ihren Kindern seien. „Oft haben sie vor der Flucht aus ihrer Heimat und bei ihrem Wunsch, eine Zuflucht zu finden, unbeschreibliches Grauen erlebt. Wir unterstützen ausdrücklich das Anliegen und die Position des Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer.“

(pm – mg)

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25. September 2021, 11:23