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Glasfenster im Freiburger Münster Glasfenster im Freiburger Münster 

D: Solarstrom vom Dach der Kathedrale?

Schöpfungsverantwortung ist für die Kirche mehr als ein moralischer Begriff. Mit klimafreundlicher Mobilität, Gebäudesanierungen und nachhaltiger Stromgewinnung will das Erzbistum Freiburg ein ganz handfestes Zeichen setzen.

Das sagt Reinhold John von der Diözesanstelle für Schöpfung und Umwelt im Erzbistum Freiburg im Gespräch mit dem Kölner Domradio.

Frage: Was kann man als Kirche konkret für Umwelt und Schöpfung tun?

John: Da kann man ganz viel machen. Es geht um die Sanierung von Gebäuden, von Pfarrhäusern, von Kitas und so weiter. Es geht um Dämmung, um Austausch von fossilen Brennstoffen, es geht um Mobilitätsthemen hin zur Elektromobilität. Es geht um Photovoltaik auf Kirchendächern – vielleicht auch auf dem Freiburger Münster!

Frage: Ziehen denn die Menschen an der Basis mit?

John: Es geht natürlich nur mit allen Seiten. Von oben ist es gedacht und wird es gefordert. Aber unten muss es gemacht werden. Das heißt, wir geben den Leuten die Hand. Die Kirchenverwaltung muss ihnen entgegenkommen. Wir geben Geld und Unterstützung, und die Basis muss mitziehen. Ohne die geht es gar nicht. Aber es ist von oben vorgedacht.

Frage: Welches Klimaziel hat sich das Erzbistum Freiburg gegeben?

John: Es ist sehr ambitioniert. 2030 ist die Zahl. Ich habe sie korrigiert auf ‚2030 plus‘. Das ‚plus‘ heißt: Wir werden 25 Mal evaluieren, wo wir stehen, und werden mal nachschärfen. Wir kommen dann raus bei 2030 und irgendwas. Ich bin da ganz realistisch. Lassen Sie es 2033 oder 2034 werden – aber es ist ‚plus‘.

Frage: Sie engagieren sich in einem Bereich, der in der Kirche Zukunft hat: die Bewahrung der Schöpfung. Hilft Ihnen Ihr Glaube bei der Umsetzung dieses Projektes?

John: Das hoffe ich sehr. Ohne ist nicht zu schaffen. Wenn man es nur so macht, kommt man nicht allzu weit.

(domradio – sk)
 

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13. Juli 2021, 09:44