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Auch das belgische Örtchen Pepinster wurde stark vom Hochwasser getroffen Auch das belgische Örtchen Pepinster wurde stark vom Hochwasser getroffen  (AFP or licensors)

Belgien: Glockengeläut und Gebete am Trauertag für Flutopfer

Diesen Dienstag denkt Belgien bei einem Nationaltrauertag an die Opfer der Flutkatastrophe im Land. In den Kirchen der Diözese Lüttich läuten die Trauerglocken. Lüttichs Bischof Jean-Pierre Delville bat um Trauermessen und Gebete.

Der Bischof von Lüttich selbst feierte bereits am Morgen eine Messe in der Kathedrale für alle Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie für die zahlreichen Helfer und Helferinnen. In einer Botschaft dankte Bischof Delville „allen für ihren Einsatz in dieser Tragödie“, besonders den Pfarrern und pastoralen Mitarbeitern in den am stärksten von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten. Generalvikar Eric de Beukelaer feierte eine Messe in der Kirche Saint-Hubert de Wegnez im ebenfalls stark vom Hochwasser getroffenen Ort Pepinster.

Jugendliche helfen bei Aufräumarbeiten

Eine der Basisgemeinschaft „Sant’Egidio“ zugehörige Jugendgruppe aus Lüttich half in der Stadt Verviers im Osten Belgiens bei Aufräumarbeiten. Die jungen Leute säuberten ein Sozialzentrum vom Schlamm und machten die Gebäude wieder nutzbar. Im Stadtzentrum bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung: Autowracks, Möbel, Kühlschränke und Sessel türmen sich in den Straßen, abgerissene Bäume bedecken die Gehwege.

Mehr als 120 Orte verwüstet

Das Hochwasser hatte in Belgien mehr als 120 Städte, Gemeinden und Dörfer verwüstet, besonders schwer die Region um Lüttich. Neben Deutschland und Belgien sind die Niederlande und Luxemburg betroffen.

In Belgien wurden bisher mehr als 35 Todesopfer gezählt. Mehr als 150 Menschen gelten laut offiziellen Angaben noch als vermisst.

(pm/vatican news/sant'egidio – sst/pr)

20 Juli 2021, 11:31