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ESC mal anders: Großes Online-Konzert für Flüchtlingshilfe

Bei der „European Solidarity Challenge“ musizieren am Freitagabend (23. April) rund 30 internationale Künstler und Künstlerinnen für Hilfsprojekte von Caritas international. Die Stile sind bunt gemixt: Mit dabei sind etwa Peter Maffay, Michael Patrick Kelly, die Höhner, Gil Ofarim, der Jugendchor No Limits und die deutsch-französische Hip-Hop Formation „Zweierpasch“.

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Das virtuelle Benefiz-Konzert wird 2021 bereits zum zweiten Mal von der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus" im Bistum Trier und Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden, veranstaltet. Den internationalen Eurovision Song Contest ESC kennen viele: Dort treten Künstler jeweils für ihr Land an, am Ende gibt es einen Sieger. Mit dem ESC hat die Caritas-Aktion aber nur die Abkürzung gemein, denn am Ende sind die Sieger die Flüchtlinge:

„Unsere European Solidarity Challenge ist ein ganz besonderer Wettbewerb, bei dem es nicht um ein Gegeneinander, sondern um ein Miteinander geht", erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. „Wir haben sehr bekannte Künstlerinnen und Künstler gewonnen, die daran teilnehmen, die einen Song beisteuern und dies im Namen eines Landes tun. Es wird danach nicht über den Song abgestimmt, sondern die Zuhörerinnen und Zuhörer können ihr Gefallen durch eine Spende ausdrücken und wir sammeln für die Flüchtlingsprojekte von Caritas National weltweit. Alle Künstler, die daran mitwirken, unterstützen dieses Engagement und rufen ebenfalls zu Spenden auf. Genau in diesem Miteinander besteht der Sinn unseres ESC."

Hier im Audio: ESC mal anders: Großes Caritas Online-Konzert für Flüchtlingshilfe

Live dabei sein und spenden

Das live moderierte Charity-Konzert ist am Freitag, 23. April ab 20.00 Uhr auf der Webseite www.caritas-international.de/challenge2021 und dem Facebook-Kanal von Caritas international zu sehen.

Ziel: Mindestens 50.000 Euro sammeln

Bei der Challenge treten die Musiker und Musikerinnen also nicht gegeneinander an, sondern sie setzen sich mit ihrem bunten Musikmix von Rock und Pop über Gospel und HipHop gemeinsam für Geflüchtete in Not ein. Ziel der Aktion ist es, mindestens 50.000 Euro Spenden für die weltweite Flüchtlingshilfe von Caritas international zu sammeln. Denn es sind weltweit rund 80 Millionen Menschen auf der Flucht - so viele wie nie zuvor. Caritas International hat dabei auch die Binnenflüchtlinge im Blick – also all die Menschen, die im eigenen Land ihre Heimat verlassen mussten, etwa in Syrien:

„Es geht um das tägliche Überleben“

„Ich habe bei meinen Reisen nach Aleppo und nach Damaskus erlebt, wie schwierig die Lebensbedingungen dort sind: Ich denke an zwölfjährige Kinder, die noch nie eine Schule von innen gesehen haben. Allein jedes Kind, das zehn Jahre alt ist, hat nichts anderes als den Krieg erlebt. Auch wenn die Waffen jetzt schweigen, so herrscht doch nach wie vor ein Kriegszustand, keine Normalität. Es geht um das tägliche Überleben und die Versorgung mit Lebensmitteln, mit dem, was Menschen wirklich brauchen.“

Die Menschen in Syrien leben wie viele Flüchtlinge und Vertriebene weltweit unter schwierigen Bedingungen, betont Oliver Müller von Caritas International. Allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich an der European Solidarity Challenge beteiligen, dankt er, dass sie die Not dieser Menschen im Blick haben – so wie etwa die deutsch-französische Band Zweierpasch:

Felix und Till Neumann von Zweierpasch bei einem Projekt in Mali
Felix und Till Neumann von Zweierpasch bei einem Projekt in Mali

„Wir sind Felix und Till von der Hip-Hop-Band Zweierpasch, wir sind am Start bei der European Solidarity Challenge von Caritas international und von Wir gegen Rassismus. Gemeinsam mit euch helfen wir Menschen in Not weltweit. Als Künstler aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet stehen wir für offene Grenzen und ein solidarisches Europa. Auf der Welt gibt es leider sehr - viel zu viel - Leid, denken Sie an Lesbos, denken wir an den Südsudan oder auch an Bangladesch, deswegen: merci beaucoup für euren Support. Hammer, dass ihr heute mit dabei seid!“ sagen die Frontmänner von „Zweierpasch“ aus Süddeutschland, genauer gesagt Freiburg und Kehl an der Grenze zu Straßburg.

Am Freitagabend bei der European Solidarity Challenge sind sie mit ihrem Song „Clandestino“ am Start. Auf diese Weise wollen sie geflüchteten Menschen mit ihrer Musik eine Stimme geben und bei dem Benefizkonzert Spenden sammeln, damit Flüchtlingen weltweit geholfen werden kann.

Zweierpasch bei einem Live-Konzert
Zweierpasch bei einem Live-Konzert

(vatican news/caritas international - sst)

22 April 2021, 14:41