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Gottesdienst unter Corona-Bedingungen in Zürich Gottesdienst unter Corona-Bedingungen in Zürich  (ANSA)

Schweiz: In Nidwalden und Tessin bleibt Gottesdienst-Obergrenze

Beide Kantone wollen an einer Obergrenze von 30 Personen pro Gottesdienst festhalten. Weil nun auch in der Schweiz die mutierte Variante des Coronavirus festgestellt worden ist, sollen die Kontakte weiter reduziert bleiben. In den meisten Kantonen gilt aber weiter die 50-Personen Regel.

Wegen steigender Infektionszahlen hat der Bundesrat vergangene Woche die Corona-Maßnahmen verschärft. Für religiöse Veranstaltungen änderte sich aber nichts. Es sind weiterhin Gottesdienste mit maximal 50 Personen möglich. Die Kantone dürfen die Obergrenze aber auch tiefer ansetzen.

Das Tessin will nicht an der Obergrenze von 30 Personen für religiöse Veranstaltungen rütteln. Am 15. Januar hat die Tessiner Kantonsregierung die im Südkanton geltende Regelung verlängert. Sie gilt vom 18. Januar bis am 28. Februar. Die Regierung habe dem derzeit im Tessin geltenden Regelwerk „Kontinuität“ verleihen wollen, teilte die Staatskanzlei auf Anfrage mit.

„weitere Entwicklung der Fallzahlen im Zusammenhang mit dem mutierten, viel ansteckenderen Virus beobachten“

Auch Nidwalden hält so an einer Obergrenze von 30 Personen pro Gottesdienst fest, wie die Staatskanzlei auf Anfrage von kath.ch bestätigte. Es habe ausschliesslich für die Weihnachtsgottesdienste vom 24. bis 26. Dezember eine Ausnahmeregelung mit einer Obergrenze von 50 Personen gegolten. „Mit der Maßnahme soll dazu beigetragen werden, dass die Kontakte weiter reduziert bleiben, insbesondere jetzt, wo auch in der Schweiz die mutierte, viel ansteckendere Variante des Coronavirus festgestellt worden ist“, heißt es zur Begründung.

Man stehe im Kontakt mit Vertretern der Kirche und ziehe grundsätzlich in Erwägung, die kantonale Einschränkung von maximal 30 Personen aufzuheben und auf die Bundesregelung zu gehen, versichert die Staatskanzlei. Im Moment wolle der Kanton aber die „weitere Entwicklung der Fallzahlen im Zusammenhang mit dem mutierten, viel ansteckenderen Virus beobachten“.

(kath-ch - sst)

19 Januar 2021, 10:09